Datum14.07.2026 11:02
Quellewww.zeit.de
TLDRPolen richtet im Herbst erste Militärmanöver der "Koalition der Willigen" aus. Diese Übungen bereiten Ukraine-Unterstützer auf die Gewährleistung von Sicherheit nach einem Friedensabkommen vor. Frankreich und Großbritannien sollen teilnehmen. Die Koalition, bestehend aus über 35 Staaten, plant eine multinationale Friedenstruppe für die Ukraine. Ein baldiges Kriegsende wird aufgrund der russischen Haltung als unwahrscheinlich eingeschätzt.
InhaltDie von Emmanuel Macron angekündigten gemeinsamen Manöver der Ukraine-Unterstützer werden konkreter: Im Herbst sollen laut Donald Tusk erste Übungen in Polen stattfinden. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat Details zu Militärmanövern der sogenannten Koalition der Willigen bekanntgegeben. Erste Übungen der Ukraineverbündeten finden ihm zufolge in diesem Herbst in Polen statt. Die polnischen Streitkräfte seien Teilnehmer und Gastgeber, sagte Tusk in Paris, nachdem die Staatengruppe am Vortag in der französischen Hauptstadt getagt hatte. Weitere internationale Teilnehmer der Manöver sollen demnach Truppen aus Frankreich und Großbritannien sein. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Montag erstmals von gemeinsamen Übungen gesprochen. Tusk ergänzte, Ziel sei es, die Ukraine-Unterstützer darauf vorzubereiten, die Sicherheit für die Ukraine und die Region zu gewährleisten, sobald ein Friedensabkommen oder ein Waffenstillstand mit Russland erreicht sei. Nach eigenen Angaben hatte er, bevor er die Details zu den Manövern bekanntgab, mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen. Die Koalition der Willigen ist ein Zusammenschluss von mehr als 35 Staaten, die der Ukraine verstärkt Unterstützung im Abwehrkrieg gegen Russland zugesagt haben. Zu ihnen zählen auch Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Polen. Die Gruppe plant eine multinationale, von Europa geführte und von den USA unterstützte Truppe, die nach einem Ende des russischen Angriffskrieges die Sicherheit der Ukraine mit gewährleisten soll. Die Bemühungen um ein Kriegsende sind derweil weiterhin festgefahren. So glaubt auch Tusk nach eigener Aussage nicht an ein baldiges Kriegsende. "Angesichts der starren Haltung Russlands und Putins scheint es zu diesem Zeitpunkt unwahrscheinlich, dass in naher Zukunft ein Waffenstillstand oder ein Friedensabkommen erreicht wird", sagte er in Paris. Er erwarte, dass Russland unter Präsident Wladimir Putin den Konflikt mindestens bis zum Winter ausdehnen werde. Verfolgen Sie alle Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine in unserem Liveblog.