Pflegeheime: Eigenanteil für Pflege im Heim erneut gestiegen

Datum14.07.2026 11:04

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Eigenanteil für Pflegebedürftige in Heimen ist auf durchschnittlich 3.364 Euro monatlich gestiegen, 256 Euro mehr als im Vorjahr. Hauptgrund sind gestiegene Personalkosten durch höhere Gehälter für Pflegekräfte. Der Verband der Ersatzkassen (vdek) fordert eine gerechtere Lastenverteilung. Geplante Reformen des Bundesgesundheitsministeriums könnten die Belastung für Pflegebedürftige jedoch weiter erhöhen.

InhaltPflegebedürftige müssen für einen Aufenthalt im Heim monatlich 256 Euro mehr zahlen als im Vorjahr. Der Verband der Ersatzkassen mahnt zu gerechterer Lastenverteilung. Bewohnerinnen und Bewohner haben dieses Jahr mehr für ihren Aufenthalt im Pflegeheim zahlen müssen. Laut einer Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) mussten Pflegebedürftige nach Stand vom 1. Juli im ersten Aufenthaltsjahr im Heim durchschnittlich 3.364 Euro monatlich selbst bezahlen. Dies seien 256 Euro mehr pro Monat als ein Jahr zuvor. "Die Pflegekosten steigen ungebremst und bei einer Teilleistungsversicherung wie der Pflegeversicherung geht das zulasten der Betroffenen", sagte die vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner. Eine Ursache seien die hohen Steigerungen bei den Personalkosten. So seien die Gehälter von Pflegekräften in den vergangenen Jahren stark gestiegen und lägen im Branchenvergleich nunmehr über dem Durchschnitt. "Es gab Nachholbedarf und es ist richtig, dass Pflegekräfte gut bezahlt werden", sagte Elsner. "Doch es kann nicht sein, dass das zu immer stärkeren Belastungen der Pflegebedürftigen führt." Die geplante Pflegereform müsse daher "eine faire Lastenteilung" erreichen.  Die bisherigen Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sehen indes vor, Pflegebedürftige noch stärker zu belasten. Warken plant unter anderem, den Anstieg des Zuschusses der Pflegeversicherung bei längeren Heimaufenthalten zeitlich zu strecken. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.