Friedensverhandlungen im Ukrainekrieg: Livechat: Ist das eine echte Chance auf Frieden?

Datum25.11.2025 17:07

Quellewww.zeit.de

TLDRDie USA und die Ukraine verhandeln über einen Friedensplan im Ukrainekrieg, der von vielen als russische Wunschliste angesehen wird. Die Ukraine müsste demnach Territorium abtreten und einer Amnestie für russische Kriegsverbrecher zustimmen. Innenpolitisch belastet ein Korruptionsskandal Präsident Selenskyjs Ansehen. Trotz Skepsis in der Ukraine und Europa gibt es Anzeichen für Bewegung im Friedensprozess, während die Rolle der EU und die Suche nach Kompromissen im Fokus stehen. Ein Livechat mit Expert Maxim Kireev lädt zur Diskussion ein.

InhaltUSA und Ukraine verhandeln über einen Plan zum Kriegsende. Wie realistisch sind die Ideen, und wo bleibt die EU? Diskutieren Sie jetzt mit dem ZEIT-Experten Maxim Kireev. Selten war der Druck auf die Ukraine und ihren Präsidenten Wolodymyr Selenskyj größer als in diesen Tagen. Innenpolitisch hat ein Korruptionsskandal das Ansehen Selenskyjs stark beschädigt. An der Front rückt Russlands Armee wieder schneller vor. Und just in diesem Moment legen die USA in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw einen vermeintlichen Friedensplan vor. Der Plan wirkt zunächst wie eine lange Wunschliste aus Moskau: Die Ukraine soll einen Teil ihres Territoriums abtreten, auf eine Mitgliedschaft in der Nato verzichten, ihre Armee verkleinern und einer Amnestie für russische Kriegsverbrecher zustimmen. Gleichzeitig, so sagt es ein ukrainischer Experte im Gespräch mit der ZEIT, habe die Ukraine nicht "den Luxus, sich einem Friedensprozess unter der Führung von Trump" zu entziehen. Deswegen verhandeln derzeit Vertreter der Ukraine, der USA, aber auch Russlands auf Grundlage dieses Plans. In den vergangenen Tagen ist es den ukrainischen Vertretern offenbar gelungen, die aus ukrainischer Sicht besonders heiklen Punkte des Papiers aufzuweichen. Und auch Russlands Position scheint nicht mehr so unverrückbar und realitätsfremd wie noch während der vergangenen Gesprächsrunde in Istanbul im Mai. Trotz großer Skepsis in der Ukraine und vor allem in Europa scheint also Bewegung in den Friedensprozess gekommen zu sein.  Gibt es doch Raum für einen Kompromiss zwischen Russland und der Ukraine? Was sind die größten Hindernisse auf einem Weg zu einem gerechten Frieden im Ukrainekrieg? Und welche Rolle könnte und sollte Europa in diesen Gesprächen spielen? Darüber können Sie am Mittwoch, den 26. November, ab 10 Uhr, live im Kommentarbereich dieses Artikels mit Maxim Kireev diskutieren. Kireev ist in Russland geboren und hat 12 Jahre lang als freier Korrespondent von dort berichtet. Seit 2022 ist er bei der ZEIT und schreibt hauptsächlich über Russland und den russischen Angriffskrieg in der Ukraine.