Unterhaltsvorschuss: Karin Prien verteidigt geplante Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss

Datum14.07.2026 09:47

Quellewww.zeit.de

TLDRBundesfamilienministerin Karin Prien verteidigt geplante Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss. Sie argumentiert, das deutsche System biete Väter zu sehr. Geänderte Vorschriften sollen den Druck auf säumige Zahler erhöhen, beispielsweise durch mögliche Fahrverbote im Verwaltungsverfahren. Zudem soll der Anspruch auf Unterhaltsvorschuss für Kinder auf das 16. Lebensjahr begrenzt werden, um Länder und Kommunen zu entlasten. Diese Maßnahmen stellen eine teilweise Rücknahme der Ausweitung von 2017 dar.

InhaltDie Bundesfamilienministerin weist Kritik an ihren Plänen zum Unterhaltsvorschuss zurück. Mit der Kürzung soll laut Karin Prien der Druck auf säumige Väter erhöht werden. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat ihre umstrittenen Pläne zur Kürzung beim staatlichen Unterhaltsvorschuss verteidigt. Anders als in anderen europäischen Staaten gebe es nur in Deutschland ein Unterhaltsvorschussrecht, das weitestgehende Entlastungen vor allem für die Väter vorsieht, sagte sie im NDR. Laut einem Beschluss von Bundesregierung und Bundesländern müsse das geändert werden. Bei der Reform gehe es ihr vor allem um drei Punkte, sagte Prien: Zunächst müsse der Druck auf säumige Zahler, vor allem die Väter, erhöht werden. Das könne etwa dadurch geschehen, "dass wir die Verhängung von Fahrverboten schon im Verwaltungsverfahren möglich machen". Prien will zudem das Alter der Kinder, die Anspruch auf einen Unterhaltsvorschuss haben, auf das 16. Lebensjahr herabsetzen. Bislang gilt der Anspruch bis zur Volljährigkeit. Die 2017 vorgenommene Ausweitung soll damit teilweise zurückgenommen werden, um Länder und Kommunen zu entlasten.  Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.