Überflutungen in 2021: Erst gut ein Fünftel der Fluthilfen für Wiederaufbau genutzt

Datum14.07.2026 09:28

Quellewww.zeit.de

TLDRNur gut ein Fünftel der 30 Milliarden Euro Wiederaufbauhilfe aus dem Sondervermögen "Aufbauhilfe 2021" wurde bisher ausgezahlt. Rund 6,2 Milliarden Euro flossen hauptsächlich an Rheinland-Pfalz (2,5 Mrd. €) und Nordrhein-Westfalen (2,6 Mrd. €) für den Wiederaufbau der Länderinfrastruktur und Bundesinfrastruktur. Das Gesamtschadensvolumen wird auf etwa zehn Milliarden Euro geschätzt. Die Antragsfrist für Erstanträge endete am 30. Juni, Bewilligungen sind aber noch bis 2030 möglich. Die Mittel sind ausschließlich für die Beseitigung von Flutschäden vorgesehen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Überflutungen in 2021“. Lesen Sie jetzt „Erst gut ein Fünftel der Fluthilfen für Wiederaufbau genutzt“. Nach dem Ende der Antragsfrist für die Fluthilfen im Ahrtal und anderen Hochwassergebieten sind bundesweit rund 6,2 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen "Aufbauhilfe 2021" ausgezahlt worden. Das teilte das Bundesfinanzministerium auf Anfrage mit. Das entspricht gut einem Fünftel der bis zu 30 Milliarden Euro, die der Bund für den Wiederaufbau nach der Flut von 2021 bereitgestellt hat. Von den bislang ausgezahlten Mitteln gingen rund 5,2 Milliarden Euro an die Länder und rund eine Milliarde Euro in den Wiederaufbau der Bundesinfrastruktur. Die größten Anteile erhielten Rheinland-Pfalz mit 2,5 Milliarden Euro und Nordrhein-Westfalen mit 2,6 Milliarden Euro. Weitere Mittel flossen unter anderem nach Bayern und Sachsen. Das zuletzt von den Ländern gemeldete Gesamtschadensvolumen lag zum Stichtag 30. Juni 2025 bei rund zehn Milliarden Euro. Aktuellere Zahlen liegen dem Bund nach eigenen Angaben nicht vor. Die Frist für Erstanträge endete am 30. Juni. "Wie hoch die aus dem Sondervermögen "Aufbauhilfe 2021" zu tragende Summe sein wird, ist damit noch nicht abschätzbar", erklärte das Finanzministerium. Bewilligungen sind noch bis Ende 2030 möglich, Auszahlungen auch darüber hinaus. Die Mittel des Sondervermögens sind ausschließlich für die Beseitigung von Flutschäden und den Wiederaufbau nach der Katastrophe im Juli 2021 vorgesehen. Für neue Hochwasserschutzmaßnahmen können sie nach Angaben der Bundesregierung nicht verwendet werden. Im besonders schwer von der Flut betroffenen Ahrtal wurden nach Angaben des rheinland-pfälzischen Bauministeriums bis zum Stichtag 96,4 Prozent der knapp 20.800 vollständig vorliegenden Anträge auf Aufbauhilfen bewilligt. Rund 2,4 Milliarden Euro wurden bis zum 1. Juli ausgezahlt, die übrigen Anträge werden noch bearbeitet. Der Wiederaufbau ist dort auch fünf Jahre nach der Flut noch nicht abgeschlossen. © dpa-infocom, dpa:260714-930-381411/1