Datum14.07.2026 08:52
Quellewww.zeit.de
TLDRNach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs haben die USA über 80 Milliarden US-Dollar an Zollgebühren zurückgezahlt. Diese Rückzahlungen resultieren aus Trumps Zollpolitik, die vom Gericht als überschritten eingestuft wurde. Dies führt zu einem wachsenden Haushaltsdefizit, da im Vorjahr nur 5 Milliarden Dollar zurückgezahlt wurden. Zölle sind ein Kerninstrument von Trumps Handelspolitik zur Stärkung der US-Wirtschaft und als Verhandlungsmittel.
InhaltNach der Entscheidung des Supreme Courts gegen Trumps Zollpolitik haben die USA mehr als 80 Milliarden Dollar an Unternehmen zurückgezahlt. Das Haushaltsdefizit wächst. Die US-Regierung hat nach Angaben des Finanzministeriums im bisherigen Steuerjahr 81 Milliarden US-Dollar an Zollgebühren an Unternehmen zurückgezahlt. Ein Ministeriumsvertreter bestätigte, dass die Rückzahlungen größtenteils auf eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs gegen die Zollpolitik von Präsident Donald Trump zurückgehen. Das US-Steuerjahr beginnt im Oktober. Im gesamten Vorjahr hatten die USA nur fünf Milliarden Dollar zurückzahlen müssen. Im Februar hatte der Supreme Court entschieden, dass der Präsident mit einem Großteil der von ihm verhängten Aufschläge seine Zuständigkeiten überschritten hatte. Viele Unternehmen beantragten daraufhin die Rückzahlung der gezahlten Gebühren. Zölle auf Einfuhren in die USA sind ein zentrales Werkzeug von Trumps Handelspolitik. Der Präsident will so die Staatskasse füllen und Unternehmen dazu bewegen, sich in den USA niederzulassen und dort zu produzieren. Auch als Druckmittel in geopolitischen Konflikten und in den Verhandlungen für Handelsabkommen sind Zölle oft Trumps Mittel der Wahl. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.