Datum14.07.2026 06:02
Quellewww.zeit.de
TLDRFünf Jahre nach der Flut im Ahrtal, die über 180 Menschenleben forderte, werden die langfristigen Folgen für die Betroffenen thematisiert. Klimaforscher warnen vor häufigeren Extremwetterereignissen. ZEIT-Autorin Theresa Leisgang beleuchtet Deutschlands Vorbereitung auf Katastrophen. Bundesfamilienministerin Karin Prien erwägt die Kürzung des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende, da der Staat die Kosten oft nicht von Unterhaltsschuldnern zurückerhält. Livia Sarai Lergenmüller erklärt die Problematik.
Inhalt2021 gab es bei der Hochwasserkatastrophe mehr als 180 Tote. Wie geht es den Menschen im Ahrtal heute? Und: Bundesfamilienministerin will den Unterhaltsvorschuss kürzen. Die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal ereignete sich vor fünf Jahren, am 14. Juli 2021. Das Extremwetterereignis ist in die Geschichte eingegangen, damals traten die Ahr, die Inde, die Erft und andere Flüsse über die Ufer. Es waren vor allem Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, aber auch Bayern und Sachsen von den Flutereignissen betroffen. Insgesamt starben mehr als 180 Menschen, viele weitere verloren ihre Existenz. Eine Simulation des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung in Potsdam zeigt, dass 70 Prozent der Todesfälle mutmaßlich durch bessere Frühwarnung und frühere Evakuierungen hätten vermieden werden können. Klimaforschende warnen, dass extreme Wetterlagen in Zukunft häufiger und heftiger auftreten werden. Insgesamt leben in Deutschland 400.000 Menschen in sogenannten Hochwasserrisikogebieten. Ist Deutschland auf solche Katastrophen vorbereitet? Dazu hat ZEIT-Autorin Theresa Leisgang recherchiert. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will den Anspruch auf den sogenannten Unterhaltsvorschuss einschränken, er soll dann mit 15 Jahren enden. Dabei geht es um staatliche Zahlungen an alleinerziehende Eltern, wenn nach einer Trennung unterhaltspflichtige Ex-Partner, in der Regel Väter, ihren Beitrag schuldig bleiben. Der Vorschuss wird dann vom Staat ausgelegt. Bisher können Alleinerziehende ihn ohne zeitliche Begrenzung bis zum 18. Geburtstag des Kindes erhalten. Auf den Kosten bleibt der Staat allerdings häufig sitzen: Von 3,2 Milliarden Euro, die im Jahr 2024 gezahlt worden sind, konnten weniger als 600 Millionen Euro bei Unterhaltsschuldnern eingetrieben werden. Woran liegt es, dass der Staat sich den Vorschuss nur so selten zurückholen kann? Das erklärt die ZEIT-Redakteurin im Familienressort, Livia Sarai Lergenmüller. Und sonst so? Pitbull stellt Glatzkappenrekord auf. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Rita Lauter Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Mira Schrems Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.