Datum14.07.2026 04:45
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Deutsche Wetterdienst warnt vor Unwettern in Deutschland, besonders im Zentrum und Süden. Es werden starke Gewitter mit Starkregen, Sturm und Hagel erwartet, teils mit Temperaturen über 30 Grad und extremer Hitze im Westen. In Mecklenburg-Vorpommern hat bereits starker Hagel zu winterlichen Verhältnissen auf den Straßen geführt. Die Feuerwehr ist im Einsatz, um Schäden zu beseitigen und Keller auszupumpen. Lebensgefahr durch Blitzeinschlag besteht.
InhaltNach nächtlichen Gewittern im Norden kann es im Laufe des Tages vor allem in der Mitte und im Süden des Landes stürmen. Temperaturen können weit über 30 Grad erreichen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat vor Unwettern in mehreren Gebieten des Landes gewarnt. Nach mehreren Gewittern in der Nacht rechnet der DWD zunächst mit vorübergehend nachlassender, später aber wieder auflebender Gewitteraktivität. Nach Angaben des DWD besteht Lebensgefahr aufgrund von Blitzeinschlägen. Der Wetterdienst rät, Schutz in Gebäuden zu suchen. Von der Mitte bis nach Süddeutschland sind demnach teils kräftige Gewitter mit Starkregen, Sturm und Hagel möglich. Unwettergefahr, vor allem durch Niederschlag zwischen 25 und 40 Liter pro Quadratmeter binnen kurzer Zeit, sei nicht ausgeschlossen. Vereinzelt könne es auch extremen Starkregen mit mehr als 40 Liter pro Quadratmeter geben, hieß es. Zudem könne es zu schweren Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 70 und 90 km/h (Windstärke 8 bis 10 Beaufort) kommen. Auch seien Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu 3 cm sowie örtliche Hagelansammlungen möglich. Im Westen und Südwesten müsse gebietsweise mit "starker Wärmebelastung" von bis zu 35 Grad gerechnet werden. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern hat es bei einem Unwetter bereits stark gehagelt. Nach zwei Stunden mit teils tennisballgroßen Körnern habe sich stellenweise so viel Hagel auf dem Boden angesammelt, dass er mit Radladern weggeräumt werden musste, teilte die Leitstelle Westmecklenburg mit. Es habe ausgesehen wie nach winterlichem Schneefall. Über Verletzte war der Leitstelle nichts bekannt, auch zu Sachschäden konnte sie zunächst keine Angaben machen. Im Landkreis gingen innerhalb einer Stunde etwa 168 wetterbedingte Notrufe ein, wie ein Sprecher der Leitstelle der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Feuerwehr musste Keller auspumpen und umgestürzte Bäume beseitigen. Zunächst hatten NDR und Bild über die Unwetter berichtet. Feuerwehrkräfte waren in der Nacht weiterhin im Einsatz, um die Notrufe abzuarbeiten.