Datum14.07.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRVor dem Frankfurter Landgericht steht ein Prozess gegen zwei junge Männer wegen versuchten heimtückischen Mordes an Polizisten kurz vor dem Abschluss. Ihnen wird vorgeworfen, in der Silvesternacht 2024 einen Elektroroller von einer Brücke auf einen Streifenwagen geworfen zu haben. Die Polizisten erlitten leichte Verletzungen, das Auto wurde beschädigt. Auch gefährliche Körperverletzung und Landfriedensbruch sind angeklagt. Die Urteilsverkündung wird am Freitag erwartet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Jugendgericht“. Lesen Sie jetzt „Versuchter Mord an Polizisten? Prozess vor dem Abschluss“. Zwei jungen Männern wird im Frankfurter Landgericht versuchter heimtückischer Mord an Polizisten vorgeworfen - nach über acht Monaten neigt sich der Prozess nun seinem Ende entgegen. Staatsanwaltschaft und Verteidiger sollen heute (9.30 Uhr) plädieren, die Urteilsverkündung wird für diesen Freitag erwartet. Der heute 18 Jahre alte Angeklagte soll in der Silvesternacht 2024 in Frankfurt von einer Brücke gezielt einen 30 Kilogramm schweren Elektroroller auf einen Streifenwagen geworfen und dabei den möglichen Tod der Polizisten in Kauf genommen haben. Das Auto wurde stark beschädigt, die darin sitzenden Polizisten erlitten leichte Verletzungen. Der damals noch Jugendliche war in der Silvesternacht in einer Gruppe unterwegs gewesen, die weitere Gegenstände wie ein Fahrrad und Knallkörper von der Brücke geworfen haben soll. Eine Führungsrolle in dieser Gruppe soll der heute 20-jährige Angeklagte innegehabt haben, auch ihm wird unter anderem versuchter Mord vorgeworfen. Nach einer aufwendigen Fahndung waren die Ermittler auf die Spur der beiden jungen Männer gekommen. Der 20-Jährige wurde im Februar 2025 festgenommen, der 18-Jährige einen Monat später. Seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft. Sie müssen sich vor der großen Jugendstrafkammer unter anderem auch wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung und des besonders schweren Landfriedensbruchs verantworten. Der Prozess hatte im November 2025 begonnen und sollte ursprünglich drei Monate dauern. © dpa-infocom, dpa:260714-930-380344/1