Nachrichtenpodcast: Waffenruhe in Gaza, aber die Not bleibt

Datum16.10.2025 06:00

Quellewww.zeit.de

TLDRNach zwei Jahren Krieg gibt es im Gazastreifen eine Waffenruhe, die die humanitäre Lage verbessern soll. Viele Menschen kehren zurück, doch es gibt massive Zerstörungen, mit einem Bedarf von rund 20 Milliarden Dollar für den Schuttabbau. Die Hamas bleibt kämpferisch und plant eine zweite Phase des Friedensplans. Zudem zeigt eine Analyse, dass TikTok die Bundestagswahl 2025 beeinflusste, wobei die AfD und die Linke bedeutende Stimmengewinne erzielten, während Union, Grüne und SPD verloren.

InhaltNach zwei Jahren Krieg gilt eine Waffenruhe, die auch die humanitäre Lage verbessern soll. Gelingt das? Außerdem: Wie beeinflusste TikTok die Bundestagswahl 2025? Nach zwei Jahren Krieg und weitverbreitetem Hunger gibt die neue Waffenruhe im Gazastreifen Hoffnung auf eine Verbesserung der humanitären Lage. Viele Menschen kehren erstmals zu ihren Häusern zurück, doch viele Gebäude sind zerstört. Nach Schätzungen der UN müssen mehr als 55 Millionen Tonnen Schutt entfernt werden, dafür werden in den kommenden drei Jahren rund 20 Milliarden Dollar benötigt. Trotz der Freilassung aller überlebenden Geiseln kündigte die Hamas an, den Kampf gegen Israel fortzusetzen und ihre Macht in Gaza wieder zu festigen. Gleichzeitig sollen Gespräche über eine zweite Phase des Friedensplans die Waffenruhe stabilisieren. Wie dabei die humanitäre Lage im Gazastreifen aussieht, ordnet Sandra Lorenz, Pressesprecherin der Johanniter Auslandshilfe, ein.  Exklusive Berechnungen der ZEIT zeigen, dass die Videoplattform TikTok bei der Bundestagswahl 2025 spürbaren Einfluss auf das Wahlverhalten hatte. Besonders die AfD und die Linke profitierten deutlich von ihrer Präsenz auf der Plattform. Die AfD gewann laut Analyse rund 780.000 zusätzliche Stimmen, was etwa 1,6 Prozentpunkten oder zehn Sitzen im Bundestag entspricht. Die Linke konnte mehr als 500.000 Stimmen hinzugewinnen. Dagegen verloren Union, Grüne und teilweise auch die SPD bei TikTok-Nutzern an Zuspruch. Grundlage der Untersuchung sind Daten der German Longitudinal Election Study (GLES), in der mehr als 5.700 Wahlberechtigte zu ihrem Wahlverhalten und ihrer Social-Media-Nutzung befragt wurden. Warum besonders AfD und Linke über TikTok so erfolgreich mobilisieren konnten, analysiert Christian Endt, stellvertretender Leiter des Ressorts Daten und Visualisierung der ZEIT. Und sonst so? Rekordniederlage mit Haltung   Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf Whatsapp.