Justiz: Haftstrafen nach Messerangriff auf VHS-Lehrer in Wedel

Datum13.07.2026 17:18

Quellewww.zeit.de

TLDRVier Brüder wurden wegen eines versuchten gemeinschaftlichen Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu Haftstrafen zwischen vier und siebeneinhalb Jahren verurteilt. Sie stachen auf einen Volkshochschullehrer ein, weil dieser eine Beziehung mit ihrer Mutter gehabt haben soll. Das Gericht wertete die Tat als heimtückisch. Die verurteilten syrischen Brüder waren zum Tatzeitpunkt 17, 19 und 21 Jahre alt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Justiz“. Lesen Sie jetzt „Haftstrafen nach Messerangriff auf VHS-Lehrer in Wedel“. Im Prozess um eine Messerattacke auf einen Volkshochschullehrer in Wedel sind vier Brüder zu Haftstrafen zwischen vier und siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Itzehoe wertete die Tat als gemeinschaftlich versuchten Mord, außerdem wurden die jungen Männer wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Brüder den Lehrer vor gut zwei Jahren auf einem Parkplatz der VHS Wedel angriffen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft taten die Brüder das, weil der Lehrer eine außereheliche Beziehung mit ihrer Mutter geführt haben soll. Die jungen Männer sollen von hinten mit einem Messer auf ihr Opfer eingestochen haben. Der Lehrer wurde dadurch lebensgefährlich verletzt, überlebte aber. Die vier syrischen Brüder sollen bei der Tat 17, 19 und zwei von ihnen 21 Jahre alt gewesen sein.  Das Gericht verurteilte die beiden zur Tatzeit erwachsenen Angeklagten jeweils zu Freiheitsstrafen von siebeneinhalb Jahren, den Heranwachsenden zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren und den Jugendlichen zu einer Jugendstrafe von vier Jahren. Die Kammer habe das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt angesehen, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Itzehoe. Das Gericht folgte mit seinem Urteil weitgehend den Anträgen der Staatsanwaltschaft. © dpa-infocom, dpa:260713-930-379079/1