Kriminalität: Mordverdächtiges Mädchen an deutsche Justiz ausgeliefert

Datum13.07.2026 16:10

Quellewww.zeit.de

TLDREine 17-Jährige, die verdächtigt wird, einen gleichaltrigen Schüler in Castrop-Rauxel mit einem Messer ermordet zu haben, wurde nach ihrer Festnahme in Litauen an die deutsche Justiz ausgeliefert. Sie befindet sich in Untersuchungshaft. Nach anfänglicher Freilassung, da sie Notwehr geltend machte, ergaben sich durch Handyauswertung Hinweise auf einen geplanten Mord. Die Jugendliche flüchtete, wurde jedoch gefasst und wartet nun auf ihren Prozess.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Mordverdächtiges Mädchen an deutsche Justiz ausgeliefert“. Die unter Mordverdacht stehende 17-Jährige aus Castrop-Rauxel ist an die deutsche Justiz ausgeliefert worden. Sie befinde sich nach Verkündung des Haftbefehls in einem Gefängnis, teilte die Polizei in Recklinghausen mit.  Zielfahnder hatten sie in Litauen aufgespürt, wo sie im Juni festgenommen worden war. Sie steht im dringenden Verdacht, am 14. Januar einen gleichaltrigen Schüler heimtückisch und geplant mit einem Messer ermordet zu haben. Angaben der Ermittler zufolge hatten sich die beiden auf der Terrasse eines leerstehenden Hauses in Castrop-Rauxel im Ruhrgebiet getroffen. Dort soll sie ihn mit einem Stich in den Hals getötet haben.  Nach der Tat war die Jugendliche festgenommen, aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Sie hatte eine Notwehrsituation geschildert, die sich anfänglich mit der Spurenlage deckte. Erst bei der Auswertung ihres Handys ergaben sich dann Hinweise, dass es sich um einen Mord gehandelt haben dürfte. Doch da war die Jugendliche bereits auf der Flucht. Sie wartet nun auf ihren Prozess. © dpa-infocom, dpa:260713-930-378725/1