Datum13.07.2026 14:37
Quellewww.zeit.de
TLDREin Waldbrand in Andalusien, Spanien, hat 13 Tote gefordert und 7.000 Hektar Vegetation zerstört. Eine defekte Stromleitung wird als Ursache vermutet. Premierminister Sánchez mahnt zu besserer Prävention und verweist auf den Klimawandel. Auch in Frankreich kämpft die Feuerwehr gegen einen Großbrand bei Paris. Die Hitzewelle verschärft die Waldbrandgefahr in Europa.
InhaltEin schwerer Brand in Andalusien hat 7.000 Hektar Vegetation zerstört, 13 Menschen sind gestorben. Auch in Frankreich kämpft die Feuerwehr gegen ein großes Feuer. Die Zahl der Toten infolge des verheerenden Waldbrandes im Süden Spaniens hat sich auf 13 erhöht. Eine 93 Jahre alte Britin sei im Krankenhaus ihren Brandverletzungen erlegen, teilte die Regierung der betroffenen Region Andalusien mit. Die Frau hatte demnach mehrere Vorerkrankungen und wohnte in der Gemeinde Los Gallardos rund 70 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Almería. Dort war das Feuer am Donnerstagnachmittag ausgebrochen. Als Ursache des Brandes wird eine defekte Stromleitung vermutet. Etwa 1.500 Menschen mussten das Gebiet zwischenzeitlich verlassen, rund 7.000 Hektar Vegetation wurden verwüstet. Nach wie vor kämpfen Einsatzkräfte in der Sommerhitze gegen das Feuer, seit Sonntag gilt die Lage aber als stabil. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez sprach sich bei einem Besuch im Katastrophengebiet für eine deutlich bessere Prävention aus. "Wir dürfen nicht nur reagieren, wenn sich diese Feuer ereignen, wir müssen vorbeugen", sagte er im Dorf Turre in der andalusischen Provinz Almería. Dazu gehörten ein besserer Brandschutz der Kommunen und Notfall-Trainingskurse für junge Menschen. Sánchez wies darauf hin, dass gefährliche Waldbrände als Folge des globalen Klimawandels immer häufiger aufträten. "Jeder Einzelne von uns muss sich bewusst werden, dass sich das Klima gerade verändert, dass die Auswirkungen des Klimanotstands sich immer mehr verschlimmern", sagte er. Zudem warnte der Ministerpräsident vor einem "komplizierten Sommer, der von uns erfordern wird, wachsam zu bleiben". Auch in anderen europäischen Ländern wie Portugal, Griechenland und Frankreich gab es infolge der Hitzewelle zuletzt Waldbrände. In Frankreich kämpfen etwa derzeit Hunderte Feuerwehrleute gegen einen großen Waldbrand in dem historisch bedeutsamen Wald von Fontainebleau bei Paris. In der vergangenen Nacht versuchten mehr als 400 Einsatzkräfte, das Feuer rund 70 Kilometer südlich der französischen Hauptstadt unter Kontrolle zu bringen, wie die Feuerwehr mitteilte. Zudem wurden zwei Löschflugzeuge angefordert. Sie müssen Wasser aus der Seine aufnehmen, weshalb die Behörden die Anwohner zu Vorsicht aufriefen.