Sparpläne der Bundesregierung: SPD und Linke kritisieren geplante Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss

Datum13.07.2026 13:24

Quellewww.zeit.de

TLDRBundesfamilienministerin Prien plant Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss, der künftig nur noch bis zum 15. Lebensjahr gezahlt werden soll. Dies stößt auf heftige Kritik, insbesondere von SPD und Linken. Manuela Schwesig (SPD) bezeichnete die Pläne als "falschen Weg", da Sparen an Familien nicht angebracht sei und erinnerte an die Ausweitung der Leistung. Heidi Reichinnek (Linke) kritisiert die Kürzungen als weiteren "Tiefschlag" für Alleinerziehende und ihre Kinder.

InhaltBundesfamilienministerin Prien will beim Unterhaltsvorschuss sparen. Heftige Kritik kommt von einer ihrer Amtsvorgängerinnen. Heidi Reichinnek spricht von "Tiefschlag". Die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) zur Kürzung des sogenannten Unterhaltsvorschusses sorgen weiter für Kritik. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela ​Schwesig (SPD) lehnte das Vorhaben, den staatlichen Unterhaltsvorschuss bei säumigen Vätern nur noch für Kinder bis zum 15. Lebensjahr auszuzahlen, ab. "Bei den Familien zu sparen, ist der falsche Weg", sagte sie. Schwesig verwies auf ihre Zeit als Bundesfamilienministerin. Damals sei sie mitverantwortlich gewesen für die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses für Kinder von ​ zwölf auf 18 Jahre. Auch Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek kritisierte die geplanten Einschnitte. "Die Bundesregierung beweist, dass sie immer noch tiefer sinken kann, als man es für möglich gehalten hätte", sagte Reichinnek. Nach Kürzungen beim Elterngeld und der Streichung des Kindersofortzuschlags plane Prien "den nächsten Tiefschlag für Alleinerziehende und ihre Kinder". Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.