Datum13.07.2026 12:50
Quellewww.spiegel.de
TLDRRuth Moschner appelliert an AfD-Wähler unter ihren Fans und kritisiert die Partei scharf. Sie versteht die Enttäuschung über etablierte Parteien, betont aber, dass die AfD rassistische und menschenfeindliche Pläne verfolgt. Moschner hinterfragt die finanzielle Umsetzbarkeit der AfD-Versprechungen und warnt davor, dass die Partei auch ihre eigenen Unterstützer diskriminieren könnte. Sie fordert ein gemeinsames Entwickeln einer neuen Gemeinschaft statt Ausgrenzung und Hass.
InhaltSie verstehe, dass einige ihrer Fans von den demokratischen Parteien enttäuscht seien, sie sei es auch, schreibt Ruth Moschner auf Instagram. Ihr Post endet mit einem eindringlichen Appell. Ruth Moschner, 50, ist kein Fan der AfD. Sie kritisiert die rechtsextreme Partei seit Jahren, hat sich öffentlich für die Prüfung eines Verbots der AfD ausgesprochen. Jetzt wendet sich die Moderatorin und Komikerin an die AfD-Anhänger unter ihren Fans. "Ich weiß, dass mir hier viele folgen, die die AfD wählen. Ich verstehe die meisten so, dass ihr diese Partei wählt, weil sie euch Versprechungen für ein besseres, günstigeres Leben macht. Mehr Rente, bezahlbare Lebensmittel, Sicherheit, etc.", schreibt Moschner auf Instagram. "Ihr nehmt dafür rassistische, antisemitische, menschenfeindliche Pläne in Kauf. Soweit eure Entscheidung." Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Danach kritisiert die 50-Jährige die AfD: Die Partei habe bisher nicht beantwortet, von welchem Geld sie ihre Versprechungen bezahlen will. "Das Vorhaben ist schlicht finanziell nicht realisierbar. Alle Zahlen lassen sich widerlegen." Zudem sei es nicht ausgeschlossen, dass sich die AfD auch gegen Teile ihrer Unterstützerinnen und Unterstützer wende: "Wer garantiert euch, dass ihr nicht die nächsten seid, die die AfD loswerden möchte. Menschenfeinde hassen Menschen. Dahinter steckt keine Logik."Auch an den anderen Parteien äußert Moschner Kritik. Auch sie sei enttäuscht, auch sie glaube, dass innerhalb der Parteien nicht alle demokratisch handeln würden. Ihren Aufruf beendet sie mit einem Appell: "Menschenhass und Ausgrenzung werden aber niemals Wohnraum schaffen, sondern Krieg und Elend. Lasst euch nicht verarschen von einer Partei, die ein altes System hochhält. Lasst uns lieber gemeinsam etwas Neues entwickeln. Als Gemeinschaft!" Nach Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stehen in diesem Jahr noch Landtagswahlen in drei weiteren Bundesländern, beziehungsweise Stadtstaaten, an: Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. In zwei der drei Bundesländern führt die AfD die Umfragen an. Mehr dazu finden Sie im SPIEGEL-Umfrage-Tracker.