Zecken: Bisher mehr Borreliose-Fälle in Thüringen gemeldet als 2025

Datum13.07.2026 12:32

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Thüringen gab es bisher mehr Borreliose-Fälle als im Vorjahr. Die Krankheit wird durch Zecken übertragen und mit Antibiotika behandelt, eine Impfung existiert nicht. Bei FSME, einer anderen zeckenübertragenen Krankheit, gab es weniger Fälle als 2025. Für FSME gibt es eine Impfung, und bestimmte Gebiete in Thüringen gelten als Risikogebiete.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Zecken“. Lesen Sie jetzt „Bisher mehr Borreliose-Fälle in Thüringen gemeldet als 2025“. In Thüringen sind in diesem Jahr bislang mehr Fälle von Borreliose gemeldet worden als im Vorjahr. Nach aktuellem Datenstand wurden bisher 191 Fälle der von Zecken übertragenen bakteriellen Erkrankung im Freistaat registriert, wie das Thüringer Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte. Im gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr waren es hingegen 182 Fälle gewesen. Typisches Anzeichen bei Borreliose ist ein roter Hautring um die Einstichstelle. Weitere Symptome sind Muskel- und Gelenkschmerzen und Fieber. Gegen die Krankheit gibt es keine Impfung. Borreliose kann aber insbesondere im Frühstadium mit Antibiotika behandelt werden.  Anders sieht es bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) aus. In Thüringen gilt das Risiko, nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken, vor allem in östlichen und südöstlichen Landesteilen als relativ hoch. Während in diesem Jahr laut Ministerium bislang zwei Fälle in Thüringen gemeldet wurden, waren es im gleichen Zeitraum 2025 fünf. Bei FSME reichen die Symptome von einer grippeähnlichen Erkrankung bis zur Entzündung der Hirnhaut, des Gehirns und des Rückenmarks. Gegen FSME gibt es eine Schutzimpfung, zu der Krankenkassen raten, weil es keine ursächlich gegen das Virus wirkenden Medikamente gibt. Das RKI hat 13 von 23 Kreisen als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Dazu zählen die Städte Jena, Gera und Suhl sowie die Landkreise Altenburger Land, Greiz, Hildburghausen, Ilm-Kreis, Saale-Holzland, Saale-Orla, Saalfeld-Rudolstadt, Schmalkalden-Meiningen, Sonneberg und Weimarer Land. © dpa-infocom, dpa:260713-930-377124/1