Datum13.07.2026 11:35
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Sachsen-Anhalt steigt die Zahl ausländischer Auszubildender deutlich an, mit über 1.000 neuen Verträgen im Ausbildungsjahr 2025. Dies liegt im Zuge des Fachkräftemangels und der Bemühungen zur Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern. Programme wie der "Job-Turbo" fördern die schnelle Vermittlung, auch mit berufsbegleitendem Spracherwerb. Unternehmen hoffen weiterhin auf internationale Bewerber, um offene Stellen zu besetzen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ausbildungsmarkt“. Lesen Sie jetzt „Immer mehr Azubis aus dem Ausland in Sachsen-Anhalt“. Immer mehr junge Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit beginnen in Sachsen-Anhalt eine duale Berufsausbildung. Im Ausbildungsjahr 2025 wurden mehr als 1.000 neue Ausbildungsverträge mit ausländischen Auszubildenden abgeschlossen - rund zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamts hervor. Die Entwicklung kommt zu einer Zeit, in der viele Betriebe händeringend Nachwuchs suchen. Insgesamt wurden im vergangenen Ausbildungsjahr etwas mehr als 10.000 neue Ausbildungsverträge geschlossen - das waren leicht weniger als im Vorjahr. Die Gesamtzahl der Auszubildenden blieb mit rund 26.500 dagegen nahezu unverändert. Vor allem in Industrie und Handel wird der Nachwuchs gebraucht. Dort entstand erneut der größte Teil der neuen Ausbildungsverträge. Zu den beliebtesten Berufen gehörten bei Frauen Kauffrau für Büromanagement und Verkäuferin, bei Männern Kraftfahrzeugmechatroniker, Verkäufer und Fachkraft für Lagerlogistik. Die steigende Zahl ausländischer Auszubildender passt zu den Bemühungen, mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Arbeitsagenturen und Jobcenter setzen dabei unter anderem auf den sogenannten Job-Turbo, mit dem Geflüchtete nach ersten Deutschkenntnissen schneller in Ausbildung oder Beschäftigung vermittelt werden sollen. Dabei wird der weitere Spracherwerb möglichst berufsbegleitend fortgesetzt. In wenigen Wochen beginnt für viele Jugendliche das neue Ausbildungsjahr. Unternehmen hoffen, offene Lehrstellen noch kurzfristig besetzen zu können - auch mit Bewerberinnen und Bewerbern aus dem Ausland. © dpa-infocom, dpa:260713-930-376719/1