Datum13.07.2026 07:51
Quellewww.spiegel.de
TLDRAlexander Zverev überdehnte sich im Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner das Knie, das leicht angeschwollen sei, aber eine Bewegung sei noch möglich. Sinner gewann das Match, lobte Zverevs Leistung und gratulierte ihm zu seiner neuen Weltranglistenposition. Bundeskanzler Merz besuchte Zverev nach dem Spiel.
InhaltEin Sturz sorgte beim Wimbledon-Finale für einen Schreckmoment, das Knie sei wohl überdehnt, vermutet Alexander Zverev. Lobende Worte gab es von Gegner Jannik Sinner – und vom Bundeskanzler. Der kam sogar in die Umkleidekabine. Alexander Zverev hat sich bei seinem Sturz im Wimbledon-Finale gegen den italienischen Tennis-Topstar Jannik Sinner nach eigenen Worten das Knie überdehnt. "Ich glaube nicht, dass es so schlimm ist, aber es ist ein bisschen angeschwollen", sagte der 29-Jährige nach seinem 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6 gegen Sinner. "Aber ich kann normal gehen. Wahrscheinlich wieder so ein bisschen so ein Knochen-an-Knochen-Prall, aber ich glaube nicht, dass ich mir irgendwas gebrochen habe." Der French-Open-Champion war Mitte des dritten Satzes auf dem Rasen ausgerutscht und hatte sich ans Knie gefasst. Kontrahent Sinner war auf die andere Seite des Platzes gekommen, um ihm wieder aufzuhelfen. Zverev spielte aber ohne Behandlung weiter. Kurz nach dem Sturz kassierte der Hamburger aber den ersten Aufschlagverlust im Match. Zverev verlor nach zwei sehr ausgeglichenen Sätzen, die erst im Tiebreak entschieden worden waren, die Durchgänge drei und vier jeweils mit einem Aufschlagverlust. "Ich hatte ein wenig Schwierigkeiten, beim Aufschlag richtig abzustoßen. Deshalb hat meine Aufschlaggeschwindigkeit nachgelassen", sagte Zverev. "Aber alles andere lief gut. Ich habe mich gut von der Grundlinie aus bewegt und dort gut gespielt." Es sei ähnlich wie vor zwei Jahren, aber wohl nicht so schlimm, ergänzte Zverev. Damals hatte sich der beste deutsche Tennisprofi in der dritten Runde von Wimbledon in Topform bei einem Sturz am Knie verletzt und war dann im Achtelfinale ausgeschieden. 2024 hatte Zverev berichtet, dass er "ein Knochenödem und eine Zerrung in der Kapsel" im Knie erlitten habe. Geknickt zeigte er sich jedoch nicht. "Natürlich hätte ich den Pokal gerne in die Höhe gestemmt", sagte der 29-Jährige und würdigte Kontrahent Sinner: "Aber er war heute besser als ich, und er hat den Sieg verdient." Prominente Unterstützung hatte Zverev bei seinem Match durch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erhalten. Merz war mit seiner Ehefrau Charlotte für das Endspiel des Rasenklassikers nach London gereist. Die beiden saßen in der Royal Box wie Prinz William und Prinzessin Kate in der ersten Reihe. "Er ist nach dem Match in die Umkleide gekommen. Wir haben ein paar Worte miteinander geredet, war schön, dass er da war", sagte Zverev. "Weltklasse-Tennis in Wimbledon. Ein tolles und faires Spiel. Schade, dass es nicht geklappt hat", schrieb Merz bei Instagram. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Auch Sinner zollte seinem Gegner Anerkennung: "Großer, großer Respekt vor Sascha, denn er hat Erstaunliches geleistet. Sein Spiel wird immer besser", befand Sinner. "Das ist gut, denn man hat immer jemanden, der einen bis an die Grenzen treibt." Dieses Jahr erreichte Zverev erstmals in Wimbledon das Endspiel, verpasste aber nur fünf Wochen nach seinem Triumph bei den French Open gegen Titelverteidiger Sinner seinen zweiten Grand-Slam-Sieg. Am Montag klettert Zverev in der Tennis-Weltrangliste vom dritten auf den zweiten Rang. Die drei Erkenntnisse aus dem Finale zwischen Zverev und Sinner können Sie hier nachlesen .