Insekten: Weniger Wespen erwartet - Experte gibt Tipps

Datum13.07.2026 04:30

Quellewww.zeit.de

TLDREin Experte des Nabu Thüringen erwartet weniger Wespen in diesem Jahr aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen im Mai, die den Start der Königinnen beeinträchtigten. Die Wespenpopulationen seien dadurch langsamer gewachsen und erreichten ihren Höhepunkt später. Trotzdem wird es weiterhin Wespen geben. Bei Annäherung rät der Experte, nicht nach ihnen zu schlagen oder zu pusten, sondern den Mund abzuwischen und Getränke zu schützen. Als Ablenkung empfiehlt er, Obst in größerer Entfernung aufzustellen. Wespen seien nicht nur lästig, sondern auch wichtig für die Natur als Schädlingsbekämpfer und Bestäuber.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Insekten“. Lesen Sie jetzt „Weniger Wespen erwartet - Experte gibt Tipps“. Wird es in diesem Jahr viele Wespen im Freistaat geben? Der Wespenexperte des Naturschutzbunds (Nabu) Thüringen Rainer Hanke erwartet kein besonders starkes Wespenjahr. "Der Start war etwas ungünstig", sagte Hanke. Im Mai fange die Königin allein an, ihr Nest zu bauen, Eier abzulegen und die ersten Arbeiterinnen zu versorgen, erklärte er. In diesem Jahr sei es zu diesem Zeitpunkt jedoch ziemlich kalt und feucht gewesen. Dadurch seien die Wespenvölker bislang nicht so stark entwickelt und es würden in diesem Sommer wahrscheinlich auch weniger Wespen umherschwirren als vergangenes Jahr, so Hanke. Bis Mitte August erreichen die Insekten demnach den Höhepunkt ihrer Entwicklung, danach nehmen die Populationen wieder ab. Je nach Wespenart ende ihr Jahr dann im September oder Oktober. Trotzdem dürften sich auch in diesem Jahr Wespen beim Eis schlecken oder Kuchen essen nähern. In diesem Fall sollte man nicht nach ihnen schlagen oder sie wegpusten, sagte der Experte. "Das sollte man auch den Kindern beibringen." Wichtig sei auch, sich nach dem Verzehr den Mund abzuwischen und Getränke abzudecken.  Wer sich die Tiere vom Leib halten will, könne etwa ein paar Meter vom Kaffeekranz oder der Grillparty entfernt einen Teller mit überreifen Trauben oder anderem Obst aufstellen. "Da sind die ganz heiß drauf", sagte er. Zwar könnten Wespen manchmal ziemlich aufdringlich sein, hieß es vom Sprecher des Nabu-Landesverbandes, Jürgen Ehrhardt. Allerdings seien die Insekten auch sehr wichtig. Denn die unter Naturschutz stehenden Tiere vertilgten Schädlinge wie Blattläuse und Spannerlarven, bestäuben Nutzpflanzen und beseitigten Aas. © dpa-infocom, dpa:260713-930-375266/1