Datum13.07.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Münchner Prozess gegen ein irakisches Ehepaar, das wegen Kriegsverbrechen, Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt ist, wird bald ein Urteil erwartet. Den Angeklagten wird die Versklavung jesidischer Mädchen und sexueller Missbrauch vorgeworfen. Die Bundesanwaltschaft sieht die Taten als Teil der Vernichtungsstrategie des IS gegen die jesidische Religion. Die angeklagte Frau zeigte sich zum Prozessende reuig, ihr Mann äußerte sich nicht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Jesidische Mädchen versklavt?“. Lesen Sie jetzt „Urteil im Prozess gegen irakisches Ehepaar erwartet“. Mehr als ein Jahr lang läuft in München ein Prozess um die Versklavung zweier jesidischer Mädchen - jetzt will das Oberlandesgericht München das Urteil verkünden. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Paar unter anderem Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor, dazu schweren sexuellen Missbrauch von Kindern beziehungsweise die Beihilfe dazu. "Die monströse Gewalt liegt so fern jeglicher Menschlichkeit, dass sie unwirklich erscheint", hatte die Vertreterin des Generalbundesanwalts erklärt. Alles habe dem Ziel des IS gedient, den jesidischen Glauben zu vernichten. "Es tut mir leid", sagte die angeklagte 30-Jährige. Ihr ebenfalls angeklagter Ehemann erklärte dagegen: "Ich möchte nichts sagen." © dpa-infocom, dpa:260713-930-375080/1