»Gorch Fock« gewinnt Regatta von New York nach Boston

Datum12.07.2026 21:57

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie deutsche "Gorch Fock" gewann die Regatta "Five Sisters Trophy" von New York nach Boston. Sie ließ ihre baugleichen Schwesterschiffe "Eagle" (USA), "Sagres" (Portugal) und "Mircea" (Rumänien) hinter sich. Die rund 111 Kilometer lange Strecke führte über das anspruchsvolle Seegebiet um Cape Cod. Dies war erst die zweite Wettfahrt dieser Schiffe seit 1976. Kommandant Bornkessel lobte die Seemannschaft, Disziplin und den Teamgeist seiner Besatzung.

InhaltZum zweiten Mal überhaupt sind in den USA die "Gorch Fock" und ihre baugleichen Schwesternschiffe in einer Wettfahrt gegeneinander angetreten. Das deutsche Segelschulschiff knüpfte dabei an eine alte Tradition an. Die Mannschaft des Segelschulschiffs "Gorch Fock" hat eine Wettfahrt mit seinen baugleichen Schwesterschiffen gewonnen. Der militärische Großsegler kam bei der Regatta "Five Sisters Trophy" nach rund 7,5 Stunden als erstes Schiff an, wie die Deutsche Marine mitteilte. Auf dem Weg von New York nach Boston führte die rund 60 Seemeilen – rund 111 Kilometer – lange Rennstrecke über das anspruchsvolle Seegebiet rund um Cape Cod. Die deutsche Mannschaft konnte dabei die "Eagle" (USA) um 38 Minuten, die "Sagres" (Portugal) um eine Stunde und die "Mircea" (Rumänien) um zwei Stunden hinter sich lassen. Die "Gorch Fock" war wie ihre drei inzwischen noch aktiven Schwesterschiffe anlässlich der Feierlichkeiten zur 250-jährigen Unabhängigkeit der USA in New York. Es war erst das zweite Mal, dass die bei Blohm+Voss gebauten Schiffe gegeneinander antraten. Vor 50 Jahren war die Wettfahrt schon einmal ausgetragen worden, damals zum 200. Jubiläum der USA. "Nach fünf Jahrzehnten hat die Gorch Fock die Five Sister Trophy wieder nach Deutschland geholt. Dieser Erfolg gehört meiner Besatzung", sagte Kommandant Elmar Bornkessel. Und: "1976 haben unsere Vorgänger Geschichte geschrieben, heute durften wir dieses Kapitel fortschreiben. Dieser Sieg zeigt, was Seemannschaft, Disziplin und gemeinsamer Wille leisten können." Seglerisch seien alle Stellschrauben genutzt worden – in Teamarbeit und als Ergebnis der Ausbildung. "Sie ist so angelegt, dass sie sich auf alle Bereiche der Marine übertragen lässt", sagte der Kapitän zur See. Das Schiff wird im September zurück in Deutschland erwartet.