Straße von Hormus: Trump dementiert Blockade von Hormus – Iran meldet neue Angriffe

Datum12.07.2026 20:10

Quellewww.zeit.de

TLDRUS-Präsident Trump dementiert iranische Berichte über eine Blockade der Straße von Hormus und erklärt, die Meerenge sei für die Handelsschifffahrt offen. Iranische Medien berichten derweil von neuen Raketenangriffen auf die Insel Keschm sowie Explosionen bei Bandar Abbas. Zuvor hatten die iranischen Revolutionsgarden eine Schließung der Straße verkündet und Warnschüsse abgegeben, was zu US-Gegenangriffen führte. Seitdem gab es wechselseitige Angriffe.

InhaltDer US-Präsident behauptet entgegen iranischer Angaben, dass die Straße von Hormus offen sei. Unterdessen berichten iranische Medien von Luftangriffen in der Meerenge. Die Straße von Hormus ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump für die Handelsschifffahrt offen. Das sagte er in einem Interview der NBC-Sendung Meet the Press. Auch das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom schrieb auf X, die Meerenge bleibe eine internationale Wasserstraße, die der Iran nicht kontrolliere. "Die Straße von Hormus steht allen Schiffen offen, die diese internationale Wasserstraße rechtmäßig durchfahren wollen", hieß es. Unterdessen meldeten iranische Medien neue Raketenangriffe in der Straße von Hormus. Mehrere Raketen "des Feindes" hätten die Insel Keschm in der Meerenge getroffen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf den Gouverneur, Hossein Amir Teymuri. Demnach galten die Angriffe "militärischen Zielen", Tote wurden keine gemeldet.  Die iranischen Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichteten zudem von Explosionen bei der nahegelegenen Hafenstadt Bandar Abbas. Zudem seien kleine Boote der iranischen Revolutionsgarde in der Meerenge von Hormus angegriffen worden, berichtete das Nachrichtenportal Axios. Bisher bekannte sich niemand zu den Angriffen Zuvor hatten die iranischen Revolutionsgarden verkündet, dass die Straße von Hormus bis auf Weiteres geschlossen bleibe. Zudem feuerte die Revolutionsgarde nach eigenen Angaben Warnschüsse auf ein Schiff, das eine nicht genehmigte Route befahren habe. Die USA bombardierten daraufhin rund 140 iranische Militärziele entlang der Südküste. "Wir haben sie letzte Nacht hart getroffen", sagte Trump dem Sender CNN. Der Iran wiederum feuerte mit Raketen und Drohnen auf Orte in Jordanien, Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran im Juni hatte sich der Konflikt in der Region vorerst beruhigt. Doch die geplanten Verhandlungen für ein dauerhaftes Kriegsende kamen bisher zu keinem Ergebnis. Trump sagte dazu auf CNN, der Iran habe am Samstag kurz vor einem "Deal" gestanden. "Sie waren dabei, alles aufzugeben, und dann plötzlich, zwei Stunden später, trafen sie ein Schiff mit einer Drohne", sagte der US-Präsident.