Datum12.07.2026 18:54
Quellewww.spiegel.de
TLDRMeaghan Mobbs, Tochter von Trumps Ex-Ukraine-Gesandtem, fordert eine Obduktion von Senator Lindsey Grahams Leichnam nach dessen plötzlichem Tod. Spekulationen, Russland könnte Graham vergiftet haben, sind in sozialen Medien weit verbreitet, da Graham ein starker Unterstützer der Ukraine und Gegner Russlands war. Mobbs betont die Notwendigkeit von Transparenz, um Verschwörungstheorien entgegenzuwirken.
InhaltDer plötzliche Tod des US-Senators Lindsey Graham hat Zweifel und Spekulationen ausgelöst. In den sozialen Netzwerken kursiert die Vermutung, dass Russland den Ukraine-Unterstützer vergiftet haben könnte. Nach dem plötzlichen Tod von US-Senator Lindsey Graham sind Forderungen nach einer gründlichen Untersuchung der Todesursache laut geworden. Meaghan Mobbs, die Tochter von Keith Kellogg, Donald Trumps früherem Ukrainegesandten, schrieb auf der Onlineplattform X, die Antwort "Herzstillstand" sei nicht ausreichend. Angesichts der Bedrohungslage, der Identität der Gegner Amerikas und der herausragenden Rolle, die Senator Graham im Kampf gegen sie gespielt habe, habe das amerikanische Volk ein Recht auf Gewissheit. Die Afghanistan-Veteranin Mobbs leitet eine Stiftung, die der Ukraine seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs Hilfe leistet. Sie forderte "eine vollständige gerichtsmedizinische Obduktion, die Aufbewahrung aller relevanten biologischen Proben, umfassende toxikologische und histologische Untersuchungen sowie die Einbeziehung der Strafverfolgungs- und Spionageabwehrbehörden." Aus diesen Worten geht hervor, dass Mobbs vermutet, Russland könnte etwas mit dem unerwarteten Tod des 71 Jahre alten Politikers zu tun haben, ihn etwa vergiftet haben. Viele andere Kommentatoren in den sozialen Netzwerken äußerten diesen Gedanken am Sonntag ganz unverblümt. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Graham war einer der lautesten Unterstützer der Ukraine innerhalb der Republikanischen Partei. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Sonntagmorgen geschrieben, er sei tieftraurig über den Tod von Graham, einem "wahren Verteidiger der Freiheit". Der Senator habe die Ukraine seit Kriegsbeginn zehnmal besucht, so Selenskyj. Man sei in ständigem Kontakt gewesen. Allein in der vergangenen Woche habe er Graham zweimal getroffen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Der Senator aus dem US-Bundesstaat South Carolina hatte massiv für Waffen- und Finanzhilfen an Kyjiw geworben und schärfere Sanktionen gegen Russland vorangetrieben. Einer der bekanntesten russischen Militärblogger, Alexander Koz widmete Grahams Tod einen langen und verächtlichen Post bei Telegram. Der Amerikaner sei ein "konsequenter und überzeugter Russophober" gewesen, schreibt Koz. "Er forderte, unser Land zu unterdrücken, zu ertränken und zu ersticken." Kaum jemand im amerikanischen Establishment habe so viel dafür getan, dass dieser Krieg kein Ende findet, behauptete Koz. Noch am Tag vor seinem Tod habe Graham berichtet, er habe seinen Gesetzentwurf über neue Sanktionen gegen Russland mit dem Weißen Haus abgestimmt. Er habe es jedoch nicht geschafft, das Ganze zu Ende zu bringen, so Koz. "Man erntet, was man sät." Meaghan Mobbs stellte in weiterem Post klar, dass sie von mehreren gut vernetzten und erfahrenen Leuten gehört habe, die über den Zeitpunkt und die Umstände von Lindsey Grahams Tod besorgt seien. Selbstverständlich könne er eines natürlichen Todes gestorben sein, betonte sie. Transparenz und Klarheit seien das beste Gegengift gegen Verschwörungstheorien. Einen Nachruf auf den Republikaner Lindsey Graham, der vom Trump-Gegner zum Trump-Unterstützer wurde, lesen Sie hier.