Datum09.06.2026 19:34
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Artemis-3-Mission der NASA wird den Italiener Luca Parmitano als ersten Europäer zum Mond schicken, entgegen ursprünglicher Pläne, die einen Deutschen vorsahen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) bestätigte die Änderung, bei der Italien nun den Platz erhalten hat. Die Mission wird keine Landung umfassen, sondern soll das Koppeln von Raumschiffen testen. Parmitano, bereits erfahren von ISS-Missionen, wurde zusammen mit drei US-Astronauten für Artemis 3 ausgewählt. Das Artemis-Programm zielt auf eine dauerhafte Mondpräsenz ab, mit weiteren Missionen in den kommenden Jahren, trotz vergangener Verzögerungen.
InhaltDie Nasa hat die Crew für Artemis 3 vorgestellt. Laut Esa-Chef Aschbacher war eigentlich Deutschland für das Team vorgesehen, nun geht der Platz an Italien. Der Italiener Luca Parmitano nimmt überraschenderweise als erster Europäer an einer Nasa-Mondmission teil. Der 49-Jährige sei einer der vier Raumfahrer bei Artemis 3, sagte Jared Isaacman, Chef der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Der Chef der Europäischen Weltraumorganisation Esa, Josef Aschbacher, hatte Ende vergangenen Jahres eigentlich gesagt, der erste Europäer auf einer Mondmission solle ein Deutscher sein. Die beiden deutschen Esa-Raumfahrer Alexander Gerst und Matthias Maurer hatten mehrfach betont, diese Chance sehr gern wahrnehmen zu wollen. Ebenfalls anders als ursprünglich geplant ist bei Artemis 3 nun auch keine Mondlandung vorgesehen. Stattdessen soll das Koppeln des Raumschiffs Orion mit Mondlandesystemen getestet werden. Mit zur Crew sollen neben dem Italiener Parmitano die US-Amerikaner Andre Douglas, Frank Rubio und Randy Bresnik gehören. Als Ersatz steht Bob Hines bereit. Der 49 Jahre alte Luca Parmitano wurde an der italienischen Luftwaffenakademie ausgebildet und 2009 als Esa-Astronaut ausgewählt. Er war zweimal auf der Raumstation ISS und dort mehrfach an Andockmanövern beteiligt. "Ich fühle mich von der Rolle, die mir gegeben wurde, geehrt", sagte Parmitano bei der Vorstellung der Artemis-Crew im US-amerikanischen Houston. Mit dem Artemis-Programm strebt die US-Raumfahrtagentur Nasa eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond an. Schon 2028 könnte es gleich zwei Mondlandungsmissionen geben: Artemis 4 und Artemis 5. In der Vergangenheit gab es allerdings immer wieder Verzögerungen. Anfang April waren erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes geflogen. Gelandet waren sie nicht. Zur Artemis 2-Crew hatten drei US-Amerikaner und ein Kanadier gehört.