Chatbots: WhatsApp muss KI-Assistenten anderer Anbieter kostenlos zulassen

Datum09.06.2026 18:10

Quellewww.zeit.de

TLDRDie EU-Kommission zwingt Meta, WhatsApp in der EU wieder kostenlosen Zugang zu KI-Assistenten anderer Anbieter zu gewähren. Meta hatte diesen zuvor eingeschränkt, um die Nutzung seiner Infrastruktur durch Konkurrenten zu verhindern. Die Kommission argumentiert, dies sei notwendig, um die Wahlfreiheit der Verbraucher zu wahren, da WhatsApp ein wichtiger Zugangspunkt für KI-Unternehmen sei. Meta plant, die Entscheidung anzufechten.

InhaltDer US-Konzern Meta hatte den Zugang zu KI-Assistenten anderer Anbieter eingeschränkt. Die EU-Kommission interverniert: Verbraucher müssten Wahlfreiheit haben. Die EU-Kommission zwingt den Messengerdienst WhatsApp, KI-Assistenten anderer Anbieter in der Europäischen Union wieder kostenlos zuzulassen. Der US-Konzern Meta, zu dem WhatsApp gehört, müsse die einstweiligen Maßnahmen innerhalb von fünf Werktagen umsetzen, teilte die EU-Kommission mit. Meta will die Entscheidung anfechten. EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera sagte, WhatsApp sei für KI-Unternehmen ein wichtiger Zugangspunkt zu Verbrauchern in Europa. Mit der Entscheidung bewahre man auch die Wahlfreiheit der Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa hinsichtlich der KI-Assistenten, die sie mit WhatsApp nutzen möchten. Meta hatte die Funktion im vergangenen Jahr für alle Firmen gesperrt, deren Hauptgeschäft Künstliche Intelligenz ist. Der Konzern wollte damit verhindern, dass Anbieter ihre Chatbots – nach dem Vorbild von ChatGPT oder Google Gemini – über WhatsApp laufen lassen und sich so die Reichweite und die Server von Meta zunutze machen. Auf Druck der Europäischen hob Meta die Sperre anschließend auf, führte aber eine zusätzliche Gebühr ein. Nach Einschätzung der Kommission kommt diese einer Sperre gleich. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.