Datum09.06.2026 17:47
Quellewww.spiegel.de
TLDRNick Reiner, angeklagter Mörder seiner Eltern, fordert Zugriff auf einen Treuhandfonds seiner Eltern zur Finanzierung seiner Verteidigung. Er argumentiert, dass die Treuhänder ihm unrechtmäßig Gelder vorenthalten, die ihm zustehen. Seine Anwälte behaupten, er sei unschuldig und habe das Recht auf eine angemessene Verteidigung. Die Treuhandgelder sollen mindestens 1,5 Millionen Dollar umfassen und wurden für Reiner und seine Geschwister eingerichtet. Seine Geschwister hatten zuvor die Anwaltskosten übernehmen wollen, zogen sich aber zurück.
InhaltNick Reiner soll Bob und Michelle Reiner erstochen haben. Um die Anwaltskosten für seine Verteidigung zu decken, will er an Millionen, die seine Eltern für ihn angelegt hatten. Nick Reiner, Sohn des getöteten Schauspielers Rob Reiner, fordert Geld aus einem Treuhandfonds, den seine Eltern für ihn eingerichtet hatten. Nick Reiner steht unter Verdacht, seine Eltern getötet zu haben. Mit dem Geld aus dem Treuhandfonds will er seine Verteidigung finanzieren. In einem Antrag, den die Anwälte des 32-jährigen Nick Reiner am Montag bei einem Gericht im Bezirk Los Angeles eingereicht haben, heißt es, die Treuhänder, die die Gelder verwalten, hätten ihm diese ohne rechtliche Begründung vorenthalten. Ihr Klient Nick Reiner benötige sie nun und müsse sie daher auch erhalten. "Nick liebte seine Eltern und ist durch ihren Tod am Boden zerstört. Aber die Fakten darüber, was mit ihnen geschehen ist und was nicht, stehen in diesem Treuhandstreit nicht zur Debatte", heißt es in dem Antrag. "Wie jeder, der eines Verbrechens beschuldigt wird, gilt Nick als unschuldig, und er hat das Recht, seine Verteidigung mit den Mitteln zu führen, die ihm rechtmäßig zustehen." Der Regisseur und Hollywoodstar Rob Reiner und seine Frau, die Fotografin und Produzentin Michele Singer Reiner, wurden am 14. Dezember in ihrem Haus im vornehmen Stadtteil Brentwood in Los Angeles erstochen. Nick Reiner wurde wenige Stunden später festgenommen und hat sich seitdem in zwei Anklagepunkten wegen Mordes für nicht schuldig erklärt. Nick Reiner beauftragte einen renommierten Anwalt mit seiner Verteidigung, doch weniger als einen Monat später zog sich dieser aus unbekannten Gründen aus dem Fall zurück. Aus den neuen Unterlagen geht hervor, dass Nick Reiners Geschwister Jake und Romy ursprünglich zugestimmt hatten, die Kosten für den Anwalt zu übernehmen, dann aber ihre Meinung änderten. In einem der Erklärung beigefügten Schreiben heißt es von besagtem Anwalt: "Meine Kanzlei ist bereit, willens und in der Lage, die Vertretung von Herrn Reiner wieder aufzunehmen", sobald die Mittel zur Verfügung stünden. Aus der nun bekannt gewordenen Erklärung von Reiners Anwälten geht hervor, dass Rob und Michele Reiner neben dem größeren Reiner-Familienfonds, der nicht Gegenstand des Verfahrens ist, kleinere individuelle Fonds für Nick Reiner und seine Geschwister eingerichtet haben. Es heißt, sie hätten in Nick Reiners 1993 eingerichtetem Fonds "eindeutige Anweisungen" hinterlassen, wonach er die Hälfte des Geldes mit Vollendung des 30. Lebensjahres und den Rest mit 35 erhalten sollte. Reiner habe die ihm mit 30 zustehenden Gelder nie erhalten, heißt es nun jedoch, und der seit Februar für diese Gelder zuständige Treuhänder habe "eine Reihe wechselnder Ausreden und Rechtfertigungen" vorgebracht, um Reiner das Geld vorzuenthalten, darunter Bedenken hinsichtlich Reiners Geschäftsfähigkeit, die für eine zwingend vorgeschriebene Auszahlung jedoch irrelevant seien. Reiner fordert über seine Anwälte, er solle auch das Geld, das er mit 35 Jahren erhalten sollte, sofort bekommen, da seine Verteidigung und sein Bedarf an lebensnotwendigen Gütern im Gefängnis dies erfordern. Der Treuhandfonds soll über ein Vermögen von mindestens 1,5 Millionen Dollar verfügen.