Datum09.06.2026 16:28
Quellewww.zeit.de
TLDRSachsen-Anhalt will die Jugendarbeitslosigkeit bis 2030 auf unter vier Prozent senken. Mit einem Masterplan, initiiert von Land, Arbeitsagentur und Jobcenter, soll der Übergang von Schule in Ausbildung verbessert werden. Kernziele sind stärkere Praxisorientierung, Nachqualifizierung und Aktivierungsmaßnahmen, besonders für benachteiligte Jugendliche. Aktuell sind 8,8% der 15- bis 25-Jährigen ohne Berufsabschluss arbeitslos.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sachsen-Anhalt“. Lesen Sie jetzt „Land will Jugendarbeitslosigkeit bis 2030 drastisch senken“. In Sachsen-Anhalt soll die Jugendarbeitslosigkeit mit einem Masterplan deutlich reduziert werden. Land, Arbeitsagentur und Jobcenter wollen die Jugendarbeitslosigkeit bis 2030 auf unter vier Prozent senken, wie Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) und Bildungsminister Jan Riedel (CDU) in Magdeburg nach der Kabinettssitzung bekanntgaben. Mit der konzertierten Aktion soll der Übergang von Schule in Ausbildung und Beschäftigung besser gelingen. Die Zahl arbeitsloser Menschen unter 25 Jahren ist in Sachsen-Anhalt in den vergangenen zehn Jahren um mehr als zwölf Prozent gestiegen. Im Mai 2026 waren 8,8 Prozent der 15- bis 25-Jährigen arbeitslos. Rund 80 Prozent von ihnen verfügen den Angaben zufolge über keinen anerkannten Berufsabschluss. "Kein junger Mensch darf uns hier im Land verloren gehen", sagte Grimm-Benne. Bildungsminister Riedel betonte, es sei nicht zufriedenstellend, dass so viele Schüler die Schule ohne Abschluss verließen. "Deswegen müssen wir was tun", sagte der CDU-Politiker. Nötig sei eine gute Praxisorientierung an den Schulen und die Weiterentwicklung der beruflichen Orientierung. Weiterhin sollen mit dem Masterplan benachteiligte Jugendliche besser gefördert, Nachqualifizierungen ausgebaut und eine Aktivierungs- und Vermittlungsoffensive gestartet werden. Auch Sprachförderung, sozialpädagogische Begleitung und aufsuchende Beratung sind Teil des Pakets. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Agentur für Arbeit, Markus Behrens, verwies auf die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Der demografische Wandel und der steigende Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften verschärften die Fachkräftesituation, sagte Behrens. Deshalb sollten auch junge Menschen im Alter bis 35 Jahre ohne Schul- oder Berufsabschluss stärker in den Blick genommen und unterstützt werden. © dpa-infocom, dpa:260609-930-197307/1