Straßenverkehr: ADAC zählt auffällig viele Handy-Sünder auf Berlins Straßen

Datum09.06.2026 11:48

Quellewww.zeit.de

TLDRDer ADAC hat in Berlin eine auffällig hohe Zahl von Autofahrern und Radfahrern festgestellt, die während der Fahrt ihr Smartphone benutzen. In Berlin nutzten 3,6 Prozent der Autofahrer und 1,5 Prozent der Radfahrer ihr Handy am Steuer. Dies liegt über dem bundesweiten Durchschnitt. Der ADAC geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Verstöße um ein Vielfaches höher ist als die polizeilich erfassten 400.000 Handyverstöße pro Jahr bundesweit. Eine Mehrheit der ADAC-Umfrageteilnehmer befürwortet den Einsatz von Handy-Blitzern.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Straßenverkehr“. Lesen Sie jetzt „ADAC zählt auffällig viele Handy-Sünder auf Berlins Straßen“. Der ADAC hat bei einer systematischen Verkehrsbeobachtung besonders in Berlin eine auffällig hohe Zahl von Handynutzern unter Autofahrern und Radfahrern festgestellt. Knapp 4 von 100 Autofahrern (3,6 Prozent) hätten ein Smartphone während der Fahrt benutzt, teilte der ADAC mit. Bei den beobachteten Fahrradfahrern waren es 1,5 Prozent.  Für die Untersuchung wurden laut ADAC Anfang März in Berlin 2.283 Autos an der Oberbaumbrücke in Kreuzberg und Friedrichshain sowie 2.777 Radfahrer an der Linienstraße in Mitte beobachtet. Die Beobachtung lief insgesamt zehn Stunden an Werktagen. 124 Verstöße wurden gezählt, davon 82 durch Autofahrer und 42 durch Radfahrer. Berlin lag bei den Autofahrern und Radfahrern über dem jeweiligen bundesweiten Durchschnitt von 2,7 Prozent und 1,4 Prozent. Weitere Beobachtungen gab es in Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main. Bundesweit werden demnach jedes Jahr rund 400.000 Handyverstöße von der Polizei erfasst. Die tatsächlichen Zahlen dürften laut ADAC um ein Vielfaches höher liegen. Das gilt allerdings für fast alle Verkehrsdelikte. Bei einer Online-Umfrage des ADAC mit 2.000 Teilnehmern gaben 52 Prozent an, das Smartphone bereits während der Fahrt genutzt zu haben. Rund 70 Prozent der Befragten waren für den Einsatz sogenannter Handy-Blitzer gegen die Verstöße. Die Kamera-Systeme erkennen durch künstliche Intelligenz Verstöße. © dpa-infocom, dpa:260609-930-195085/1