Konsequenzen nach Einsatzfahrt: Gericht kippt Bußgeld für geblitzten Feuerwehrmann

Datum09.06.2026 11:34

Quellewww.zeit.de

TLDREin Feuerwehrmann aus Taucha wurde vom Amtsgericht Eilenburg von einem Bußgeld wegen Geschwindigkeitsüberschreitung auf Einsatzfahrt freigesprochen. Der Richter begründete dies mit der Unwirksamkeit der Tempo-30-Zone und der eindeutigen Notwendigkeit der Sonderrechte für die Fahrt zu einem Brand. Der Vorfall hatte zu Austritten in der Freiwilligen Feuerwehr geführt. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Konsequenzen nach Einsatzfahrt“. Lesen Sie jetzt „Gericht kippt Bußgeld für geblitzten Feuerwehrmann“. Ein Feuerwehrmann aus Taucha bei Leipzig hat sich erfolgreich gegen einen Bußgeldbescheid wegen einer Tempoüberschreitung auf einer Einsatzfahrt gewehrt. Das Amtsgericht Eilenburg sprach den 55-Jährigen frei. Die verkehrsrechtliche Anordnung für die Tempo-30-Zone sei nicht rechtens gewesen, begründete der Richter Peter Gottschaldt.  Zudem sei die Überschreitung und die Nutzung der Sonderrechte für Einsatzfahrzeuge hier eindeutig wegen der Fahrt zu einer Brandmeldung gegeben. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.  Der Mann war Anfang Mai vergangenen Jahres auf der Fahrt zu einem Feuerwehreinsatz wegen einer Brandmeldung in einer Baustelle geblitzt worden. Die Stadt hatte daraufhin einen Bußgeldbescheid in Höhe von 369 Euro und ein einmonatiges Fahrverbot verhängt. Gegen den Bußgeldbescheid hatte der Feuerwehrmann Widerspruch eingelegt.  Der Fall hatte für erhebliches Aufsehen gesorgt, weil der Betroffene nach 34 Jahren aus der freiwilligen Feuerwehr ausgestiegen war. Zudem hatten sich einige Kameraden angeschlossen und ebenfalls den Dienst beendet. © dpa-infocom, dpa:260609-930-194985/1