Datum09.06.2026 08:31
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Grünen stimmen über eine Parteireform ab, die Parteitage verschlanken soll. Kernpunkte sind höhere Hürden für Anträge und Kandidaturen sowie eine Stärkung des Parteirats. Die Parteiführung sieht darin eine Effizienzsteigerung, Kritiker befürchten eine Zentralisierung von Macht und eine Schwächung der Basisdemokratie. Die 184.000 Mitglieder stimmen online oder per Briefwahl ab, die Ergebnisse werden am 6. Juli verkündet.
InhaltHöhere Hürden für Anträge und Kandidaturen: Die Grünen-Führung will mit einer Reform ihre Parteitage entschlacken. Kritiker fürchten zu viel Macht für Parteifunktionäre. Die rund 184.000 Grünen-Mitglieder können ab diesem Dienstag über eine grundlegende Reform ihrer Parteiregeln abstimmen. Ziel sei eine Straffung der Parteitage, teilte die Parteiführung mit. Kritiker sehen hingegen basisdemokratische Prinzipien in Gefahr. Die Reform sieht unter anderem höhere Quoren für Anträge bei Parteitagen und höhere Hürden für Kandidaturen für den Bundesvorstand vor. Der Parteirat, ein Beratungsgremium für den Bundesvorstand, soll demnach schlagkräftiger besetzt werden – mit Landes- und Fraktionsvorsitzenden sowie möglichen Bundesministern. Kritiker fürchten zu viel Macht für Parteifunktionäre. Derart weitreichende Entscheidungen müssten auf Bundesparteitagen getroffen werden, fordern sie. Die Fragen seien zu komplex für eine Urabstimmung. Die Urabstimmung findet online oder auf Wunsch als Briefwahl statt. Die Ergebnisse will die Parteiführung am 6. Juli bekanntgeben. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.