Datum09.06.2026 08:27
Quellewww.spiegel.de
TLDRAuf den Philippinen hat ein 7,8 starkes Erdbeben mindestens 37 Tote und über 480 Verletzte gefordert. Rund 20.000 Menschen sind obdachlos. Die Rettungsarbeiten werden durch rund 1100 Nachbeben erschwert. Besonders betroffen ist General Santos City. Schäden an Gebäuden und Infrastruktur sind erheblich. Tsunamiwarnungen wurden aufgehoben. Die Philippinen liegen im seismisch aktiven Pazifischen Feuerring.
InhaltNach dem schweren Erdbeben auf den Philippinen ist die Zahl der Todesopfer und Verletzten deutlich angestiegen. Hunderte Nachbeben behindern die Bergungen. 20.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben auf den Philippinen ist auf mindestens 37 gestiegen. Zudem wurden mehr als 480 Menschen verletzt, vier weitere gelten als vermisst, wie Bernardo Rafaelito Alejandro vom Zivilschutz des südostasiatischen Inselstaats mitteilte. Die Behörden befürchten, dass die Opferzahlen weiter steigen werden. Das Beben der Stärke 7,8 war laut der US-Erdbebenwarte USGS das weltweit stärkste des Jahres. Es hatte am frühen Montagmorgen die südliche Insel Mindanao erschüttert. Besonders betroffen war die Stadt General Santos City mit rund 700.000 Einwohnern, die für ihre Thunfischindustrie bekannt ist. Dort sowie in den umliegenden Provinzen stürzten Gebäude ein, Straßen und Brücken wurden beschädigt und die Stromversorgung fiel zeitweise aus. Zu den beschädigten Einrichtungen gehörte auch der internationale Flughafen von General Santos City, ein wichtiger Knotenpunkt im Süden Mindanaos. Nach Angaben von Verkehrsminister Giovanni Lopez wurden der Kontrollturm und die Terminalgebäude beschädigt, die Start- und Landebahnen blieben jedoch intakt. Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) registrierte laut der Nachrichtenagentur dpa und der Zeitung "Philippine Daily Inquirer " bisher rund 1100 teils heftige Nachbeben, welche die Rettungsarbeiten erschwerten. Das Heftigste hatte eine Stärke von 6,7. Nach Angaben des Zivilschutzes sind insgesamt rund 88.000 Menschen von den Folgen des Bebens betroffen. Etwa 20.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und kamen in Evakuierungszentren oder bei Verwandten und Freunden unter. Zunächst ausgegebene Tsunamiwarnungen für die Philippinen und Indonesien wurden bereits am Montag wieder aufgehoben. In mehreren Küstengebieten waren kleinere Flutwellen registriert worden. Rettungskräfte und Soldaten bemühen sich derweil weiter, abgeschnittene Ortschaften zu erreichen. Gesundheitsminister Ted Herbosa sagte dem Radiosender DZMM, beschädigte Straßen und Brücken erschwerten den Zugang. Auch stünden viele in der Region unter Schock. Betreuer seien im Einsatz, um traumatisierte Menschen zu unterstützen. Das Erdbeben hatte sich am ersten Schultag nach den Ferien ereignet. Über 6200 öffentliche und private Schulen blieben geschlossen. Zunächst soll die Sicherheit der Gebäude überprüft werden. Die Philippinen liegen am Pazifischen Feuerring, einer der seismisch aktivsten Regionen der Erde. Dort stoßen mehrere Erdplatten aufeinander, weshalb es regelmäßig zu starken Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommt.