Datum27.05.2026 11:48
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Nationalpark Berchtesgaden wird zwei weitere Jung-Bartgeier auswildern, die aus belgischen und französischen Zoos stammen. Seit 2021 wurden bereits zehn Bartgeier zur Sicherung des Bestands ausgewildert. Um den Stress für die Tiere zu minimieren, wird auf eine öffentliche Präsentation verzichtet. Die Vögel werden in eine Felsnische gebracht und können über eine Webcam beobachtet werden. Die Auswilderung ist ein Erfolg für den alpinen Artenschutz, nachdem die Art in Bayern seit 140 Jahren ausgerottet war.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Auswilderung von Jungtieren“. Lesen Sie jetzt „Bartgeier in Berchtesgaden sollen weiteren Zuwachs bekommen“. Aus zehn mach zwölf: Im Sommer werden zwei weitere Bartgeier im Nationalpark Berchtesgaden ausgewildert. Die beiden Jungtiere kämen dieses Jahr erstmals aus Zoos in Belgien und Frankreich, teilte der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) mit. Zum Geschlecht der Tiere machte der LBV zunächst noch keine Angaben. "Aber sie haben beide lustigerweise den gleichen Geburtstag, den 20. März", sagte eine Sprecherin. Seit 2021 wurden jedes Jahr zwei junge Bartgeier im Nationalpark ausgewildert. Die Tiere kamen unter anderem aus Spanien, Finnland und Österreich. Um den Neuankömmlingen Stress bei der Ankunft in ihrem neuen Zuhause zu ersparen, werde man dieses Jahr auf eine öffentliche Präsentation der Vögel bei der Auswilderung verzichten, teilte der LBV mit. So würden die jungen Bartgeier auch möglichst ohne Verzögerungen zu der Felsnische im Klausbachtal gebracht, die den Vögeln Schutz bietet, bis sie flügge werden. Bislang sind zehn Bartgeier im Nationalpark Berchtesgaden ausgewildert worden, um dort den Bestand der Tiere zu sichern. Dass die Tiere 140 Jahre nach der Ausrottung der Art in Bayern dort wieder regelmäßig gesichtet werden, wertet der LBV als großen Erfolg beim alpinen Artenschutz. "Wir sind zuversichtlich, dass auch die neuen Jungvögel bald souverän durch die Berchtesgadener Alpen segeln werden", sagte Nationalpark-Projektleiter Ulrich Brendel. Wer die Neuankömmlinge in der Nische bis zum ersten Ausflug beobachten will, kann das wie in der Vergangenheit über eine Webcam tun. © dpa-infocom, dpa:260527-930-134524/1