Strafverfolgung: Menschenhandel und Zwangsprostitution sollen härter geahndet werden

Datum27.05.2026 11:35

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Bundesregierung plant ein Gesetz für härtere Strafen bei Menschenhandel und Zwangsprostitution. Bundesjustizministerin Hubig kündigte an, dass Lücken im Strafrecht geschlossen und der Strafrahmen erhöht werden soll. Auch Kunden, die wissentlich von Ausbeutung profitieren, sollen stärker belangt werden. Ziel ist ein effektives Vorgehen gegen moderne Sklaverei, die in verschiedenen Branchen wie Bordellen, Nagelstudios oder auf dem Bau stattfindet. Die Verurteilungszahlen im Bereich Menschenhandel sind derzeit gering. Nun müssen Bundestag und Bundesrat über den Gesetzentwurf beraten.

InhaltDie Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf für härtere Strafen auf Menschenhandel auf den Weg gebracht. Stefanie Hubig fordert ein effektives Vorgehen des Rechtsstaates. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will härtere Strafen für Menschenhandel und Zwangsprostitution in Deutschland. Laut einem neuen Gesetzentwurf der Bundesregierung sollen Lücken im Strafrecht geschlossen und der Strafrahmen in mehreren Fällen erhöht werden. Dabei sollen auch diejenigen einbezogen werden, die wissentlich Dienstleistungen in Anspruch nehmen, bei denen Menschen ausgebeutet werden. "Menschenhandel ist brutale Ausbeutung", sagte Hubig. Auch Deutschland sei Tatort. "In Bordellen, in Nagelstudios, auf dem Bau oder im Schlachthof: Die moderne Sklaverei findet an vielen Orten statt", teilte sie mit. Der Rechtsstaat müsse entschlossen und effektiv dagegen vorgehen. Die bisherigen Schwierigkeiten der Strafverfolgung zeigten sich in der niedrigen Zahl an Verurteilungen im Bereich des Menschenhandels, hieß es. Im nächsten Schritt müssen nun Bundestag und Bundesrat über den Gesetzentwurf beraten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.