Wochenlange Suche: Entflohener Psychiatrie-Patient in Frankreich festgenommen

Datum24.05.2026 16:55

Quellewww.zeit.de

TLDREin aus der Psychiatrie in Emmendingen entflohener Straftäter, verurteilt wegen versuchten Totschlags, wurde nach dreiwöchiger Suche in Frankreich festgenommen. Der 26-jährige Mann war im Mai nicht von einem Freigang zurückgekehrt. Ein weiterer entflohener Patient, verurteilt wegen gefährlicher Körperverletzung und mutmaßlich fluchtbereiter Abschiebung, ist weiterhin auf der Flucht. Beide Stammen aus Nordafrika und sollen die Flucht gemeinsam geplant haben.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wochenlange Suche“. Lesen Sie jetzt „Entflohener Psychiatrie-Patient in Frankreich festgenommen“. Einer der vor rund drei Wochen aus der Psychiatrie in Emmendingen entflohenen Straftäter ist in Frankreich festgenommen worden. Der 26-Jährige wurde am Samstagabend im Großraum Paris aufgegriffen, wie die Polizei mitteilte. Wegen des Europäischen Haftbefehls, der aufgrund seiner Flucht erlassen wurde, befinde er sich derzeit in Frankreich in Haft. Zu den weiteren Umständen der Festnahme können der Polizei zufolge noch keine weiteren Angaben gemacht werden.  Der Mann war vergangenes Jahr wegen versuchten Totschlags verurteilt worden. Er habe im November 2024 in einer Flüchtlingsunterkunft mit einem Messer auf einen Bewohner eingestochen und vor seiner Festnahme einen Polizeibeamten verletzt. Anfang Mai war der 26-Jährige von einem Freigang im Park des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) in Emmendingen nicht zurückgekehrt. Weiterhin auf der Flucht ist ein weiterer Patient und Straftäter, der ebenfalls im ZfP untergebracht war. Der 34-Jährige mit marokkanischer Staatsangehörigkeit war wegen gefährlicher Körperverletzung zur Unterbringung in der Klinik verurteilt worden. Nach Einschätzung der Ermittler wollte er sich mit der Flucht einer anstehenden Abschiebung entziehen. Das ZfP geht davon aus, dass der 26-Jährige und der 34-Jährige gemeinsam beschlossen hatten, zu fliehen und sich ins Ausland abzusetzen. Beide sind demnach französischsprachig und kommen aus Nordafrika. Sie waren laut ZfP zudem auf derselben Station untergebracht. Es war der Klinik zufolge bei beiden nicht der erste Ausgang, auf eine potenzielle Flucht habe nichts hingedeutet. © dpa-infocom, dpa:260524-930-124262/1