Kitzingen: Windrad fängt Feuer – Polizei warnt Schaulustige vor abstürzendem Rotor

Datum24.05.2026 12:23

Quellewww.spiegel.de

TLDREin Windrad bei Kitzingen brennt seit Samstagabend. Die Flammen können wegen der Höhe des Windrads nicht gelöscht werden und ein Absturz des Rotors droht. Die Polizei warnt Schaulustige eindringlich vor Lebensgefahr durch herabstürzende Teile und fordert sie auf, Abstand zu halten. Die nahe gelegene A7 musste zeitweise gesperrt werden.

InhaltDie schwarze Rauchsäule ist weithin zu sehen: In Unterfranken brennt ein Windrad nahe der A7. Das Feuer kann derzeit nicht gelöscht werden – und das ist nicht das einzige Problem der Einsatzkräfte. Ein brennendes Windrad sorgt am Pfingstwochenende für Aufregung im Landkreis Kitzingen. Die Polizei hat Schaulustige dazu aufgefordert, ausreichend Abstand zu halten. Es werde eindringlich davor gewarnt, den Absperrbereich zu betreten, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken mit. Vor allem solle man sich nicht unter das Windrad geben, "aufgrund möglicher weiterer herabstürzender Teile besteht erhöhte Verletzungs- und Lebensgefahr." Ein Sprecher schilderte am Vormittag, das brennende Windrad habe "viele Schaulustige" angezogen. Diese würden auch ganz nah an das Gerät herangehen und herabgestürzte Teile aufsammeln. Das sei hochgefährlich, warnte der Polizeisprecher. "Das mit der Lebensgefahr ist nicht einfach so dahergesagt. Wenn der Propeller, der dort dranhängt, runterkommt, kann dies zu erheblichen Verletzungen führen!" Das mehr als 100 Meter hohe Windrad war bereits am Samstagabend in Brand geraten. Mehrere Verkehrsteilnehmer meldeten eine starke Rauchentwicklung an der Turbine des nahe der Autobahn 7 stehenden Geräts. Die örtlichen Feuerwehren mobilisierten daraufhin ein Großaufgebot. Allerdings konnten die Einsatzkräfte das Feuer nicht löschen. Es gebe keine Geräte, die eine Höhe von über 100 Metern haben, um das Feuer von außen zu bekämpfen, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Gleichzeitig verbiete es sich, Einsatzkräfte ins Inneren des Windrads zur Brandbekämpfung zu schicken. "Das heißt, in diesem Fall bleibt uns nichts anderes, als Abstand zu halten und die Lage zu beobachten." Die A7 wurde am Abend vorübergehend zwischen den Anschlussstellen Kitzingen und Marktbreit für etwa dreieinhalb Stunden gesperrt. Auch am Sonntag konnte das Feuer zunächst nicht gelöscht werden, weil der Propeller abzustürzen drohte. Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich deshalb in einem Radius von 300 Metern um das Windrad ab.