Zuschauer sollen mitreden: RBB-Intendantin: «Großes Interesse» an geplantem Bürgerrat

Datum24.05.2026 06:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDie RBB-Intendantin Ulrike Demmer begrüßt die Pläne des brandenburgischen Landtags zur Einrichtung eines Bürgerrats. Dieser soll, besetzt mit 51 zufällig ausgewählten Bürgern, die Perspektive der Beitragszahler zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einbringen. Themen sind regionale Sichtbarkeit, demokratische Meinungsbildung, digitale Angebote und journalistische Qualität. Demmer lädt die Teilnehmer zum Dialog ein. Der Rat wird zur Reform und angespannten Situation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, auch durch vergangene Skandale, eingerichtet.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Zuschauer sollen mitreden“. Lesen Sie jetzt „RBB-Intendantin: "Großes Interesse" an geplantem Bürgerrat“. Die Intendantin des RBB, Ulrike Demmer, zeigt sich offen für einen Austausch mit dem geplanten Bürgerrat in Brandenburg zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. "Wir nehmen die Planungen zu einem solchen Bürgerrat mit großem Interesse wahr und freuen uns, dass der Landtag den RBB dort zum Thema macht", sagte Demmer der Deutschen Presse-Agentur.Die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU im Brandenburger Landtag wollen einen Bürgerrat zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einsetzen. In dem Bürgerrat sollen 51 Menschen mitmachen, die von einer externen Agentur in einem Zufallsverfahren ausgewählt werden. Das Ziel ist ein möglichst realitätsnahes Abbild der Bevölkerung in Brandenburg. Sie sollen die Sicht der Beitragszahler einbringen. Die RBB-Intendantin zeigte sich offen für einen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern: "Wir können der Arbeit nicht vorgreifen, aber sollte Interesse bestehen: Wir laden die Teilnehmer des Bürgerrates gerne ein, sich vor Ort ein Bild zu machen und mit uns in den direkten Austausch zu treten", sagte Demmer. Der Rat soll sich mit einer stärkeren regionalen Sichtbarkeit Brandenburgs im Programm des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) und um die Bedeutung regionaler Berichterstattung für demokratische Meinungsbildung befassen. Außerdem soll es um die zeitgemäße Ausgestaltung der Angebote im Fernsehen und im Netz gehen sowie um journalistische Qualität. Der Landtag befasst sich voraussichtlich im Juni damit. ARD und ZDF stecken in einer Reformphase. Geplant sind weniger Radio- und Fernsehprogramme, Doppelstrukturen sollen abgebaut werden. Die Sender sollen Geld sparen und sich digitaler ausrichten.  Ein RBB-Skandal hatte im Sommer 2022 den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erschüttert. Damals kamen Vorwürfe der Verschwendung und der Vetternwirtschaft auf. © dpa-infocom, dpa:260524-930-122436/1