Landwirtschaft: Kaniber warnt vor Abhängigkeiten bei Ernährungssicherheit

Datum09.01.2026 19:22

Quellewww.zeit.de

TLDRBayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber warnt vor einer Abhängigkeit Europas von anderen Ländern für die Ernährungssicherheit. Sie betont die Notwendigkeit, die Landwirtschaft unabhängig von Importen zu gestalten und die gleiche Priorität wie der Bundeswehr zu geben. Kaniber verweist auf das Wachstum in der Agrarproduktion Russlands und die Lagerung von Weizen in China, während die EU zuletzt Flächen stilllegen wollte. Sie fordert ein Umdenken hin zu mehr Eigenständigkeit in der Landwirtschaft.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landwirtschaft“. Lesen Sie jetzt „Kaniber warnt vor Abhängigkeiten bei Ernährungssicherheit“. Bayerns Ernährungs- und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat davor gewarnt, sich bei der Ernährungssicherheit von anderen Ländern abhängig zu machen. "Europa muss endlich die Augen öffnen", sagte die CSU-Ministerin dem "Münchner Merkur". US-Präsident Donald Trump habe Europa zwar mit Blick auf seine mangelhafte Verteidigungsfähigkeit wachgerüttelt. "Aber über den Zivilschutz wird in Europa fast gar nicht gesprochen." Dazu gehöre auch die Landwirtschaft, die unabhängig von Importen für Ernährungssicherheit sorge.  "Zudem muss Deutschland auch darauf vorbereitet sein, im Verteidigungsfall Hunderttausende Nato-Soldaten mit Nahrung versorgen zu können", ergänzte Kaniber. Sie forderte deshalb: "Die Landwirtschaft ist genauso wichtig wie die Bundeswehr – und muss auch mit der gleichen Priorität behandelt werden." Kaniber verwies auf die Entwicklung in anderen Weltregionen: "Während Russland die Produktion von Weizen in den letzten 20 Jahren verdoppelt hat und China bei rund 18 Prozent der Weltbevölkerung rund die Hälfte der weltweiten Weizenvorräte hortet, haben wir in der EU bis zuletzt noch darüber diskutiert, welche Flächen wir noch stilllegen könnten." © dpa-infocom, dpa:260109-930-523529/1