Datum09.01.2026 16:10
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Supermarktkette Feneberg hat beim Amtsgericht Kempten ein Schutzschirmverfahren beantragt, um sich wirtschaftlich neu aufzustellen, während alle Filialen geöffnet bleiben. Feneberg, Teil des Edeka-Verbunds mit über 3.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 500 Millionen Euro, will sich sanieren, ohne zahlungsunfähig zu sein. Stephan Leibold wurde in die Geschäftsführung berufen, um die Sanierung zu unterstützen, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll. Experten der Kanzlei Grub Brugger helfen ebenfalls bei der Umsetzung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Lebensmittelhandel“. Lesen Sie jetzt „Supermarktkette Feneberg will sich mit Schutzschirm retten“. Die Supermarktkette Feneberg hat nach eigenen Angaben beim Amtsgericht Kempten ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beantragt. "Ziel ist es, das Unternehmen wirtschaftlich nachhaltig neu aufzustellen – bei laufendem Geschäftsbetrieb", teilte das zum Edeka-Verbund gehörende Allgäuer Familienunternehmen Feneberg Lebensmittel GmbH mit. Alle Supermärkte blieben geöffnet. Feneberg hat mehr als 70 Filialen in Süddeutschland und dem österreichischen Kleinwalsertal, überwiegend im Allgäu und der Bodenseeregion. Mit etwa 3.000 Mitarbeitern erwirtschafte das Unternehmen einen Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Euro, hieß es. Ein Schutzschirmverfahren ermöglicht im Insolvenzrecht Betrieben, die in finanziellen Schwierigkeiten, aber bisher nicht zahlungsunfähig sind, sich zu sanieren. Die Familie Feneberg hat Stephan Leibold in die Geschäftsführung geholt, der zuvor bereits bei einem Feneberg-Tochterunternehmen als Sanierer tätig war. "In den letzten Jahren wurde bei Feneberg vieles angestoßen, allerdings nicht alles konsequent zu Ende gebracht", sagte Leibold. Experten der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger unterstützen zudem die Sanierung, die im Laufe des Jahres 2026 abgeschlossen werden soll. © dpa-infocom, dpa:260109-930-522456/1