Grippewelle: Grippefälle zu Jahresbeginn in Sachsen wieder angestiegen

Datum09.01.2026 14:20

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Sachsen sind die Grippefälle zu Jahresbeginn stark angestiegen, mit 1544 Erkrankungen in der ersten Kalenderwoche, was einem Anstieg von 26 Prozent entspricht. Besonders betroffen sind Klein- und Schulkindern sowie ältere Erwachsene. Seit Saisonbeginn gibt es 22 Grippe-Todesfälle. Die Oberlausitz-Kliniken warnen vor überlasteten Kapazitäten und bitten die Bevölkerung um Unterstützung durch Hygienemaßnahmen und das Reduzieren von Krankenhausbesuchen. Dresden verzeichnete die meisten Fälle, während Nordsachsen die wenigsten meldete.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Grippewelle“. Lesen Sie jetzt „Grippefälle zu Jahresbeginn in Sachsen wieder angestiegen“. In Sachsen sind die Grippefälle zu Jahresbeginn wieder deutlich angestiegen. In der ersten Kalenderwoche gab es 1544 Influenza-Erkrankungen - ein Anstieg von 26 Prozent im Vergleich zur Vorwoche, wie aus dem aktuellen Wochenbericht der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) hervorgeht.  Demnach sind alle Altersgruppen betroffen, wobei anteilig vor allem bei Klein- und Schulkindern Infektionen diagnostiziert werden, aber auch viele ältere Erwachsene betroffen sind. Die höchste Fallzahl meldete Dresden (252), die niedrigste der Landkreis Nordsachsen (41). Seit Saisonbeginn am 29. September sind in Sachsen 22 Menschen im Alter von 67 bis 96 Jahren an einer Grippe-Infektion verstorben. Betroffen waren zwölf Frauen und zehn Männer. Zwei verstorbene Frauen (88 und 93 Jahre) waren in der aktuellen Saison gegen Influenza geimpft worden. Die Oberlausitz-Kliniken (OLK) schlagen angesichts der vielen Fälle, die stationär behandelt werden müssen, Alarm. Aus dem Standort Bautzen mussten demnach schon Patientinnen und Patienten zeitweise an anderen OLK-Standorten versorgt werden, da die Bettenkapazitäten in Bautzen stark ausgelastet sind. Die ärztliche Leitung bittet die Bevölkerung ausdrücklich um Unterstützung, um das Gesundheitssystem in dieser angespannten Situation zu entlasten. Dazu gehört insbesondere die konsequente Einhaltung von Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und die Beachtung der Husten- und Nies-Etikette. Zudem werden Angehörige gebeten, Krankenhausbesuche auf das Notwendigste zu beschränken. © dpa-infocom, dpa:260109-930-521309/1