Datum09.01.2026 13:28
Quellewww.zeit.de
TLDRTrotz der wetterbedingten Absage des Präsenzunterrichts wegen des Wintersturms "Elli" verläuft der Distanzunterricht über die Schulplattform IServ bisher weitgehend problemlos. Das Unternehmen berichtete von einem Anstieg der Supportanfragen um 20 Prozent, doch Performanceprobleme seien nicht bekannt. Die Nutzerzahlen stiegen auf etwa 75.000 Stunden Videokonferenzen. Während der Unterricht in vielen Regionen entfällt, werden Distanzübungen angeboten. Ein Kultusministeriumssprecher betonte die Wichtigkeit von Outdoor-Aktivitäten für die Schüler. Eine Prognose zur Rückkehr zum regulären Unterricht ist noch ungewiss.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Unterricht im Wintersturm“. Lesen Sie jetzt „Schulplattform IServ: Kaum Probleme mit Distanzunterricht“. Nach der wetterbedingten Absage des Präsenzunterrichts an zahlreichen Schulen im Norden und Westen Deutschlands läuft der Distanzunterricht nach Einschätzung der Schulplattform IServ bisher ohne größere Störungen. Es seien keine flächendeckenden Probleme bekannt, teilte das Unternehmen aus Braunschweig auf Anfrage mit. Es gebe zwar etwa 20 Prozent mehr Supportanfragen als sonst, es seien aber keine eigenen Performanceprobleme bekannt. Schwierigkeiten beim Zugriff auf IServ können auch an überlasteten Internetverbindungen an den Schulen oder zu Hause liegen. Die Zugriffszahlen auf IServ schnellten erwartungsgemäß in die Höhe: Bis zum Mittag verzeichnete das Unternehmen rund 75.000 Stunden in Videokonferenzen. Am Mittwoch waren es zum Vergleich etwa 10.000 Stunden. In der Spitze waren dem Anbieter zufolge rund 3.000 Nutzer gleichzeitig online. IServ wird nach eigenen Angaben von knapp 6.500 Schulen bundesweit genutzt – insbesondere im Norden und Westen, wo der Wintersturm "Elli" zu massiven Einschränkungen führt. In Hamburg und Rheinland-Pfalz ist IServ landesweit im Einsatz, in Niedersachsen an etwa 90 Prozent der Schulen. In vielen Gebieten im Nordwesten fällt der Unterricht heute ganz aus, teilweise sind aber auch Übungen für den Distanzunterricht ausgegeben worden, insbesondere für Berufsschülerinnen und -schüler. Es sei aber auch wichtig, "dass die Kinder heute nicht nur am Schreibtisch und auf dem Sofa sitzen, sondern vor allem auch rausgehen, denn draußen im Schnee kann man auch ganzheitliche, fächerübergreifende, tolle Erfahrungen" machen, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Kultusministeriums. Man hoffe, dass die Schule am Montag wieder regulär weitergehen könne. Für eine Prognose zum Unterricht am Wochenbeginn sei es aber noch zu früh. © dpa-infocom, dpa:260109-930-520874/1