Datum09.01.2026 13:31
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Gewerkschaft Verdi hat für kommenden Mittwoch einen Warnstreik am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck angekündigt, unterstützt von weiteren Institutionen. Der Hintergrund ist ein Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst, bei dem Verdi sieben Prozent mehr Gehalt fordert. Geschäftsführer Andreas Wübben betont, dass die Arbeitgeber nicht verhandeln und dies fehlende Wertschätzung zeige. Am Streiktag wird es einen Notdienst geben, um Notfälle abzusichern. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Verdi, dem Beamtenbund und den Arbeitgebern findet Mitte Januar statt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tarifkonflikt“. Lesen Sie jetzt „Verdi kündigt Warnstreik bei UKSH in Lübeck an“. Die Gewerkschaft Verdi ruft für kommenden Mittwoch die Beschäftigten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Lübeck zu einem Warnstreik auf. Auch das Zentrum für integrative Psychiatrie, der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr sowie weitere Landesämter schließen sich an, wie die Gewerkschaft mitteilte. Hintergrund ist der aktuelle Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder. "Das Schweigen der Arbeitgeber ist kein Zufall, das ist fehlende Wertschätzung", sagte Andreas Wübben, Geschäftsführer von Verdi in Lübeck. Die Beschäftigten erwarteten, dass ihre Arbeit und ihre Forderungen ernst genommen werden. "Wer nicht verhandelt, riskiert, dass der Konflikt eskaliert - mit spürbaren Folgen für die Menschen in unserer Region", bekräftigte Wübben. Verdi sorge am Streiktag im Universitätskrankenhaus für einen Notdienst, um lebensgefährliche Situationen zu verhindern. Laut Angaben der Gewerkschaft sind für alle Bereiche Mindestbesetzungen festgelegt. Notfälle würden weiterhin uneingeschränkt versorgt. Nach dem ergebnislosen Auftakt der Tarifrunde im Dezember treffen sich die Spitzen von Verdi und dem Beamtenbund dbb am 15. und 16. Januar in Potsdam erneut mit den Arbeitgebern der Landesbeschäftigten. Verdi und dbb verlangen sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) weist dies als unbezahlbar zurück. © dpa-infocom, dpa:260109-930-520903/1