Datum09.01.2026 12:29
Quellewww.zeit.de
TLDRSturmtief "Elli" hat Sachsen erreicht und sorgt für starken Schneefall sowie Glätte. Bis zu 15 cm Neuschnee werden erwartet, während der öffentliche Nahverkehr in größeren Städten zunächst ohne größere Störungen verläuft. In Chemnitz und anderen Regionen gibt es jedoch signifikante Einschränkungen, einschließlich geschlossener Einrichtungen und gesperrter Straßen. Wintersportgebiete profitieren von den Schneebedingungen. Die Polizei warnt vor Gefahr durch Glätte, nachdem bereits zahlreiche Unfälle registriert wurden. Im Laufe des Nachmittags lässt der Schneefall nach, während die Glättegefahr bestehen bleibt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wetter“. Lesen Sie jetzt „Sturmtief "Elli" bringt Schnee und Glätte nach Sachsen“. Schnee und Glätte bestimmen am Freitag vielerorts den Alltag in Sachsen. Das Sturmtief "Elli" hat den Freistaat erreicht und sorgt regional für kräftigen Schneefall. Vor allem die Schneemengen können demnach zu Einschränkungen führen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, werden in einzelnen Gebieten bis zu 15 Zentimeter Neuschnee erwartet. Im Osten Sachsens blieb es zunächst ruhiger, dort soll der Schneefall laut DWD erst im Laufe des Mittags oder nachmittags einsetzen. Trotz der winterlichen Bedingungen ist der öffentliche Nahverkehr in den großen Städten zunächst planmäßig gestartet. In Leipzig und Dresden meldeten die Verkehrsbetriebe am Morgen keine größeren Störungen. Strecken und Oberleitungen seien rechtzeitig geräumt worden. Zugleich wurde an Fahrgäste appelliert, besonders vorsichtig zu sein, da Haltestellen bei anhaltendem Schneefall schnell wieder glatt und zugeschneit sein können. Allerdings handele es sich hierbei um Momentaufnahmen, Busse würden ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anpassen. Spürbare Einschränkungen gab es dagegen in Chemnitz. Dort blieben der Tierpark Chemnitz sowie das Wildgatter Oberrabenstein wegen der aktuellen Wetterlage geschlossen. Vor allem im Süden der Stadt kam es zu Verkehrseinschränkungen, mehrere Straßen wurden gesperrt. Die Bundesstraße 95 am Harthauer Berg war stadtauswärts nur mit Schneeketten befahrbar. Auch das Schlösserland Sachsen warnt vor Gefahren durch das Winterwetter. Überfrierende Nässe und schwere Schneelasten können demnach zu Glätte und Astbruch in Parkanlagen führen. Besucherinnen und Besucher sollten möglichst nur geräumte Wege nutzen. Der Schlosspark des Barockschlosses Rammenau bleibt bis einschließlich Sonntag geschlossen, weitere kurzfristige Schließungen einzelner Anlagen sind nicht ausgeschlossen. Die Warnung gilt unter anderem für den Großen Garten in Dresden, den Zwinger sowie den Schlosspark Pillnitz. Für Wintersportfans bringt das Winterwetter hingegen gute Nachrichten. In Sachsens Skigebieten sorgen Schnee und niedrige Temperaturen für gute Bedingungen. Viele Pisten, Lifte und Loipen sind geöffnet. Das Skigebiet am Fichtelberg in Oberwiesenthal ist größtenteils in Betrieb, auch die Langlaufloipen sind bis auf eine Ausnahme geöffnet. Weitere gute Bedingungen werden aus der Skiarena Eibenstock sowie aus Altenberg gemeldet, wo ebenfalls mehrere Pisten, Lifte und Loipen genutzt werden können. Problematisch bleibt die Lage auf den Straßen - unter anderem rund um Leipzig. Dort registrierte die Polizei bereits am Vormittag mindestens 33 Unfälle, davon 15 im Stadtgebiet. Besonders betroffen waren Autobahnanschlussstellen und Bundesstraßen. Mehrere Lastwagen blieben auf glatten Fahrbahnen stecken, einzelne Straßen und Auffahrten mussten zeitweise gesperrt werden. Die Polizei rief Autofahrerinnen und Autofahrer zu einer an die winterlichen Straßenverhältnisse angepassten Fahrweise auf. Nach Angaben des Wetterdienstes lässt der Schneefall im Freistaat im Laufe des Nachmittags nach und geht in den südlichen Regionen zeitweise in Regen über. In der Nacht zu Samstag ist bei sinkenden Temperaturen erneut mit Schneefall in eher geringen Mengen zu rechnen. Die Glättegefahr bleibt jedoch bestehen. © dpa-infocom, dpa:260109-930-520393/1