Datum09.01.2026 07:18
Quellewww.zeit.de
TLDRIn der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw haben russische Drohnen- und Raketenangriffe in der Nacht mindestens drei Todesopfer gefordert und 16 Verletzte verursacht. Mehrere Stadtteile wurden getroffen, wobei ein Wohnhaus schwer beschädigt wurde und die Wasser- und Stromversorgung eingeschränkt ist. Auch die westukrainische Stadt Lwiw wurde angegriffen. Präsident Selenskyj warnte zuvor vor einer möglichen groß angelegten Offensive Russlands, das die winterlichen Bedingungen nutzen könnte.
InhaltRussische Drohnen- und Raketenangriffe haben mindestens drei Menschen in der ukrainischen Hauptstadt getötet. 16 Personen wurden verletzt. Auch Lwiw wurde attackiert. Bei neuen russischen Drohnen- und Raketenangriffen sind in Kyjiw in der Nacht zum Freitag nach ukrainischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. Mindestens 16 weitere seien verletzt worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Mehrere Stadtteile Kyjiws seien getroffen worden, sagte Tymur Tkatschenko, Leiter der Militärverwaltung der Stadt. Im Bezirk Desnjanskyj sei eine Drohne auf das Dach eines mehrstöckigen Gebäudes gestürzt. An einer weiteren Adresse im selben Bezirk seien durch die Angriffe die ersten beiden Stockwerke eines Wohnhauses beschädigt worden. Im Bezirk Dnipro beschädigten Trümmer einer Drohne den Angaben zufolge ein mehrstöckiges Gebäude, zudem brach ein Feuer aus. In Teilen der ukrainischen Hauptstadt seien infolge der Angriffe die Wasser- und Stromversorgung unterbrochen worden, sagte Bürgermeister Vitali Klitschko. Der Bürgermeister der westukrainischen Stadt Lwiw, Andrij Sadowyj, meldete zudem einen russischen Angriff auf die kritische Infrastruktur mit einer bisher nicht identifizierten ballistischen Rakete. Das Westkommando der ukrainischen Luftwaffe teilte später mit, die Rakete habe eine Geschwindigkeit von 13.000 Kilometern pro Stunde erreicht. Der genaue Raketentyp werde noch untersucht. Die Angriffswelle erfolgte nur wenige Stunden nachdem Präsident Wolodymyr Selenskyj die Bevölkerung vor russischen Absichten für eine groß angelegte Offensive gewarnt hatte. Russland wolle das eisige Wetter in der Hauptstadt ausnutzen, das für gefährliche Glätte auf Straßen und Wegen sorge, hatte er gesagt. Mehr zu den aktuellen Geschehnissen lesen Sie in unserem Ukraineblog.