Datum09.01.2026 08:47
Quellewww.spiegel.de
TLDRAuf den Philippinen ist in Cebu City eine Mülllawine von einer Abfalldeponie gerutscht, wobei mindestens eine Frau starb und 38 Personen vermisst werden. Die katastrophale Situation wurde durch anhaltende Regenfälle verursacht, die die Stabilität des Müllbergs gefährdeten. Rettungskräfte suchen nach Überlebenden, während mehrere Angestellte der Deponie betroffen sind. Das Unglück verdeutlicht die anhaltenden Probleme der Abfallentsorgung im Land, trotz zuvor beschlossener Regelungen zur Verbesserung der Sicherheitsstandards.
InhaltAuf den Philippinen ist ein riesiger Abfallberg ins Rutschen gekommen. Mindestens eine Frau kam ums Leben, weitere Personen wurden verletzt. Mindestens 38 Menschen werden noch vermisst. Auf einer Abfalldeponie auf den Philippinen hat es ein schweres Unglück gegeben. Durch eine gewaltige Mülllawine auf der Anlage in Cebu City ist mindestens eine Frau ums Leben gekommen, viele weitere Menschen wurden verschüttet. Mindestens 38 Personen gelten als vermisst, nachdem große Mengen Abfall am Donnerstag eine Recyclinganlage und mehrere Häuser unter sich begruben, wie örtliche Behörden mitteilten. Rettungskräfte suchten auch in der Nacht nach Vermissten. Anhaltende Regenfälle könnten den Müllberg nach Angaben der Stadtverwaltung instabil gemacht haben. Die meisten Vermissten seien Beschäftigte der Deponie und der Recyclinganlage. Medienberichten, etwa des "Philstar" zufolge stürzten nahe gelegene Unterkünfte für Mitarbeiter ebenfalls ein. Aufnahmen in sozialen Netzwerken zeigten das eingestürzte Dach und den zerdrückten Metallrahmen der Recyclinganlage sowie weit verstreuten Müll. Nach der Mülllawine war eine Staubwolke über dem Gebiet zu sehen, Schreie und Weinen von Kindern war zu hören. Zwölf Menschen seien aus Müll, Schutt und Trümmern gerettet und in Krankenhäuser gebracht worden, teilte der Bürgermeister von Cebu City, Nestor Archival, mit. Die Stadt liegt rund 560 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Die Philippinen kämpfen seit Jahren mit massiven Problemen bei der Abfallentsorgung. Offene Deponien gelten insbesondere in ärmeren Wohngebieten als Risiko. Im Juli 2000 geriet nach tagelangem Starkregen in einem Armenviertel von Quezon City im Großraum Manila ein riesiger Müllberg ins Rutschen. Mehr als 200 Menschen kamen ums Leben, viele weitere galten als vermisst. In der Folge wurden strengere Regeln beschlossen – ihre Umsetzung gilt jedoch als unzureichend.