Wetter in Norddeutschland: Wie der Wetterdienst die Lage für den Norden einschätzt

Datum09.01.2026 07:24

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Sturmtief "Elli" beeinflusst das Wetter in Norddeutschland, insbesondere in Hamburg und Schleswig-Holstein, wo bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starken Schneeverwehungen und steigenden Windgeschwindigkeiten, insbesondere an den Küsten. Die Unwetterwarnung gilt bis zum frühen Samstagmorgen. DWD-Meteorologe David Menzel betont, dass die aktuelle Wetterlage zwar besonders, aber nicht außergewöhnlich ist und keine Jahrhundert-Ereignisse darstellt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wetter in Norddeutschland“. Lesen Sie jetzt „Wie der Wetterdienst die Lage für den Norden einschätzt“. Das Sturmtief "Elli" nimmt in und um Hamburg sowie in großen Teilen Schleswig-Holsteins und im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns langsam Fahrt auf. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet bis zum Mittag allerdings etwa fünf Zentimeter weniger Neuschnee als zunächst angenommen.  "Für Hamburg und Schleswig-Holstein sehen wir derzeit fünf bis zehn Zentimeter bis heute Nachmittag", sagte DWD-Meteorologe David Menzel der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Der meiste Schnee werde dabei am Vormittag fallen. "Er hält danach noch weiter an, wird aber nicht mehr ganz stark ausfallen. Gegen Mittag wird es mit dem Schneefall schon wieder runter gehen." Dafür nehme aber der Wind deutlich zu. An den Küsten werden schwere Sturmböen erwartet, im Binnenland stürmische Böen. Und die wirbeln den frisch gefallenen Schnee ordentlich durchs Land. Der DWD hat deshalb vor starken Schneeverwehungen im Norden Deutschlands gewarnt. Die amtliche Unwetterwarnung gilt zunächst bis zum frühen Samstagmorgen. Der Wind werde um die Mittagszeit am stärksten wehen. "Da müssen wir uns auf jeden Fall noch auf ein bisschen was gefasst machen", sagte Menzel weiter. Das Gröbste sei überstanden, wenn gegen Nachmittag/Abend der Wind wieder langsam abnimmt.  Nach Einschätzung des DWD-Meteorologen könnte die aus Südwesten nach Norden ziehende Front schon knapp hinter der Elbe von den starken Ostwinden abgebremst werden. "Es ist schon davon auszugehen, dass sie Lübeck vermutlich nicht erreicht. Das sagen uns aktuell die Modelle." Die aktuelle Wetterlage sei zwar durchaus etwas Besonderes, weil es zuletzt wenige intensive Winter im Norden gegeben habe. Aber: "Ich würde es nicht als ein Jahrhundert-Event einordnen. Das ist es auf gar keinen Fall. Es ist ein winterlicher Sturm und - wenn man das große Ganze betrachtet - nichts sonderlich Außergewöhnliches." © dpa-infocom, dpa:260109-930-518589/1