Winter in Norddeutschland: Hamburger Winterdienst: "Wir kämpfen dagegen an!"

Datum09.01.2026 06:12

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Hamburg hat der Winterdienst mit 728 Einsatzkräften begonnen, um die Stadt auf den erwarteten Schneefall vorzubereiten. Ab 7.00 Uhr gilt eine Unwetterwarnung wegen des Sturmtiefs "Elli", das starken Schneefall und glatte Straßen mit sich bringt. Der Fokus liegt auf der Räumung von Hauptverkehrsstraßen sowie Buslinien und Radwegen. Bürger werden aufgefordert, zuhause zu bleiben, während Schulen schneefrei haben. Der Winterdienst plant, den Verkehr trotz extremer Bedingungen aufrechtzuerhalten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Winter in Norddeutschland“. Lesen Sie jetzt „Hamburger Winterdienst: "Wir kämpfen dagegen an!"“. Der Kampf gegen die Schneemassen in Hamburg ist bereits gestartet - obwohl die erst gegen 7.00 Uhr erwartet werden. Die Hamburger Stadtreinigung ist seit 2.00 Uhr mit 728 Einsatzkräften in der Hansestadt unterwegs, wie das Unternehmen am Morgen mitteilte.  Sie räumen und streuen unter anderem mit 360 Fahrzeugen wichtige Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr, Verbindungsstrecken zwischen diesen Straßen, ein ausgewähltes Radwegenetz, Busbuchten, anliegerfreie Gehwegstrecken, Bushaltestellen und Fußgängerüberwege. Die Köhlbrandbrücke als wichtige Verbindungsbrücke im Hafen werde mit besonderer Priorität von extra dafür abgestellten Fahrzeugen bearbeitet.  Dabei gehe es derzeit vor allem um den präventiven Einsatz, sagte ein Stadtreinigungssprecher. "Wir bearbeiten alle Strecken in unserer Verantwortung, damit wir einen Berufsverkehr sicherstellen können." Die Strecken sollen dabei mit Blick auf mindestens 15 Zentimeter Neuschnee und Sturmböen so lange wie möglich frei gehalten werden. "Wir kämpfen dagegen an und bringen alles auf die Straße, was wir haben." Schon jetzt sei aber auch klar, dass der Tag eine Ausnahmesituation mit sich bringen werde. "Wir sind uns schon im Klaren darüber, dass das wahrscheinlich irgendwann in einen Modus schalten müssen, wo wir versuchen, überhaupt einen Verkehrsweg herzustellen." Zuletzt habe es in Hamburg im Winter 2010/2011 einen ähnlich intensiven Wintereinbruch gegeben.  Wegen des heranziehenden Sturmtiefs "Elli" gilt von 7.00 Uhr an eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) für Hamburg, große Teile Niedersachsens und fast ganz Schleswig-Holstein. Erwartet werden starke Schneeverwehungen und glatte Straßen. Behörden, Unternehmen und Krankenhäuser haben die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, wenn möglich, zu Hause zu bleiben. Für die Schülerinnen und Schüler an den allgemeinen und berufsbildenden Schulen in ganz Hamburg und neun Kreisen in Schleswig-Holstein gibt es heute schneefrei. Bei Bahnen, Bussen und Fähren soll es weiterhin Einschränkungen geben. © dpa-infocom, dpa:260109-930-518403/1