Datum09.01.2026 06:02
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Sturmtief Elli führt in Deutschland zu extremen Kältebedingungen, die insbesondere obdachlose Menschen stark gefährden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe warnt vor lebensbedrohlichen Risiken für diese Personen, während Nothilfeprojekte wie der Mitternachtsbus der Diakonie Hamburg Unterstützung bieten. Zudem steht das Mercosur-Freihandelsabkommen zwischen der EU und mehreren südamerikanischen Ländern kurz vor einer Einigung, mit dem Ziel, Exporte zu stärken und die Abhängigkeit von China zu reduzieren. Eine Unterzeichnung ist für den 12. Januar geplant.
InhaltIn der Kälte von Sturmtief Elli bleibt zu Hause, wer kann. Doch was ist mit den Menschen, die kein Zuhause haben? Und: Mercosur-Freihandelsabkommen auf der Zielgeraden Das Sturmtief Elli fegt durch die Bundesrepublik, in einigen Regionen wurden in der Nacht zu Freitag Minusgrade im zweistelligen Bereich erwartet. In Hamburg, Bremen und Teilen Niedersachsens bleiben am Freitag die Schulen geschlossen, die CDU hat ihre Klausurtagung in Mainz wegen der Wetterwarnungen abgesagt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe warnte: "Kälte stellt für obdachlose Menschen eine lebensbedrohliche Gefahr dar, da sie ohne Zugang zu warmen Schutzräumen den extremen Temperaturen schutzlos ausgeliefert sind." Das sagte die Arbeitsgemeinschafts-Sprecherin Marie-Sol Gersch am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Spendenfinanzierte Nothilfeprojekte wie der Mitternachtsbus der Diakonie Hamburg versorgen Wohnungslose bei Kälte mit Isomatten, warmer Kleidung und Heißgetränken. Die Mitternachtsbus-Verantwortliche Corinna Schnaus spricht im Podcast darüber, was die Betroffenen gerade am dringendsten brauchen. Nach 26 Jahren des Verhandelns steht eine Einigung über das Mercosur-Freihandelsabkommen zwischen der EU und Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay in Aussicht. Nach Zugeständnissen der EU-Kommission, Gelder für Landwirte früher freizugeben, erklärte sich Italien nach Medienberichten nun bereit, für das Abkommen zu stimmen. Die EU plant eine Unterzeichnung des Abkommens am 12. Januar in Paraguay. Die Handelszone würde beinahe 20 Prozent der Weltwirtschaft und über 31 Prozent der globalen Warenexporte umfassen. Damit sollen Exporte gestärkt und die Abhängigkeit von China verringert werden. Wie kann das Mercosur-Freihandelsabkommen geopolitisch bewertet werden? Das schätzt der EU-Korrespondent der ZEIT, Ulrich Ladurner, ein. Und sonst so? Was, wenn die FDP aus dem Landtag Baden-Württemberg fliegt? Haare abrasieren! Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Mathias Peer, Mira Schrems Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.