Datum09.01.2026 05:49
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) entscheiden sich trotz angekündigter Minustemperaturen gegen die Öffnung ihrer Bahnhöfe als Übernachtungsorte für Obdachlose. Eine BVG-Sprecherin betont, dass Sicherheitsbedenken eine Rolle spielen, da die Sicherheit in "Kältebahnhöfen" nicht immer gewährleistet sei. Mitarbeiter sind jedoch angewiesen, sensibel mit der Situation umzugehen und Obdachlosen individuell zu helfen. Die extreme Kälte stellt eine große Gefahr dar, und es gibt oft nicht ausreichend Notunterkünfte für die Betroffenen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Obdachlose“. Lesen Sie jetzt „Kälte-Nächte: BVG will Bahnhöfe nicht als Bleibe öffnen“. Trotz angekündigten Minustemperaturen wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) aktuell ihre Bahnhöfe nicht als Bleibe für Obdachlose öffnen. "Aus Sicherheitsgründen können wir keine Bahnhöfe als Bleibe über Nacht zur Verfügung stellen", sagte eine BVG-Sprecherin. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass die Sicherheit in sogenannten "Kältebahnhöfen" nicht verlässlich gewährleistet werden könne. Die Mitarbeiter vor Ort seien aber angewiesen – "insbesondere in Phasen extremer Kälte – selbstverständlich mit besonderer Sensibilität und Augenmaß" zu handeln, führte die Sprecherin aus. Niemand werde achtlos aus einem Bahnhof verwiesen. "Unser Sicherheitspersonal ist gezielt für die Ansprache wohnungsloser Menschen geschult und bewertet die Situationen stets individuell und verantwortungsvoll." Die extreme Kälte in Berlin ist für Obdachlose besonders bedrohlich, da es nicht immer genug Notunterkünfte gibt. In den kommenden Nächten sind teilweise deutliche Minusgrade vom Deutschen Wetterdienst angekündigt worden. © dpa-infocom, dpa:260109-930-518335/1