Datum09.01.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Prozess um einen tödlichen Messerangriff während eines kurdischen Kulturfestes in Parsberg beginnt am 9. Februar vor dem Landgericht Nürnberg. Der angeklagte 43-jährige Syrer steht wegen Mordes aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vor Gericht, nachdem er seinen Cousin aus Rache für den gewaltsamen Tod seiner Schwester vor 20 Jahren erstochen haben soll. Der Prozess umfasst mehrere Verhandlungstermine, und ein Urteil könnte bis Ende Februar fallen. Ein weiterer Mordfall ereignete sich ebenfalls am 23. März in Fürth.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landgericht Nürnberg“. Lesen Sie jetzt „Tödlicher Streit auf Kulturfest - Prozess beginnt“. Der Prozess um einen tödlichen Messerangriff auf einem Fest in der Oberpfalz beginnt am Freitag (9.00 Uhr) vor dem Landgericht in Nürnberg. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vor. Der 43-jährige Syrer soll am 23. März 2025 auf einem kurdischen Kulturfest mit rund 1.000 Menschen in Parsberg (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) seinen Cousin nach einem Streit erstochen haben. Das Motiv war nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Rache. Der Angeklagte soll demnach seinen Cousin für den gewaltsamen Tod seiner Schwester vor 20 Jahren verantwortlich gemacht haben. Für den ersten Prozesstag sind nach Angaben einer Gerichtssprecherin bereits mehrere Polizeibeamte als Zeugen geladen. Die Kammer hat für das Verfahren zunächst zwölf weitere Verhandlungstermine angesetzt. Ende Februar könnte diese ein Urteil verkünden. Ebenfalls am 23. März hatte eine weitere Gewalttat für Aufsehen gesorgt. Auf einer Hochzeitsfeier im mittelfränkischen Fürth soll damals ein Franzose mehrmals auf einen 47-Jährigen geschossen haben. Dieser starb später im Krankenhaus. Das Motiv war der Staatsanwaltschaft zufolge ein Streit um Geld für den Unterhalt von Kindern. Der Mordprozess soll am 21. Januar beginnen. © dpa-infocom, dpa:260109-930-518005/1