Machtpolitik der USA: Grönland im Visier – wie ernst ist Trumps "Operationen"-Drohung"?

Datum08.01.2026 20:30

Quellewww.zeit.de

TLDRDie USA, unter Donald Trump, setzen Grönland ins Visier als Teil ihrer Machtpolitik und kündigen mögliche "Operationen" an, die mit nationaler Sicherheit und strategischer Kontrolle in der Arktis begründet werden. Nach dem Eingriff in Venezuela, der Kuba und Kolumbien politisch und wirtschaftlich unter Druck setzt, erkennt man eine klare Linie in der amerikanischen Außenpolitik: den geopolitischen Einfluss Chinas zu begrenzen. Dies wirft Fragen zu den weiteren Einsätzen der USA und deren Auswirkungen auf die Region auf.

InhaltNach Venezuela droht Donald Trump Grönland, Kuba und Kolumbien. Wie er dabei vorgeht, in "Was jetzt? – Die Woche". Grönland rückt erneut ins Zentrum amerikanischer Machtpolitik. Aus dem Umfeld von Donald Trump werden "Operationen" angekündigt, begründet mit nationaler Sicherheit und strategischer Kontrolle im arktischen Raum. Was lange wie Provokation wirkte, erscheint nach dem US-Zugriff auf Nicolás Maduro plötzlich weniger theoretisch. Denn der Eingriff in Venezuela hat Folgen weit über das Land hinaus: Kuba verliert seinen wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Verbündeten und steht unter massivem Energie- und Wirtschaftsdruck. Auch Kolumbien gerät trotz jahrzehntelanger Partnerschaft ins Visier der USA. Die Linie wird sichtbar: Die USA nutzen den geopolitischen Moment, setzen Macht ein, begrenzen chinesischen Einfluss – und verschieben die Grenzen dessen, was amerikanische Außenpolitik sein will und darf. Was heißt es, wenn Donald Trump nun auch an anderer Stelle von möglichen "Operationen" spricht? In dieser Folge geht es um die Szenarien rund um Grönland, Kubas zunehmende Isolation und Kolumbiens heikle Gratwanderung. Darüber spricht Dilan Gropengiesser in "Was jetzt? – Die Woche" mit Auslandsredakteur der ZEIT, Alexander Kauschanski.